Steuern und Abgaben: Fröndenberg nimmt 2019 fast eine Viertelmillion Euro mehr ein

dzGewerbesteuer

Steuern und Abgaben sprudeln auch 2019 noch: Der Fröndenberger Kämmerer rechnet nach der ersten Jahreshälfte mit fast einer viertel Million Euro an Mehreinnahmen. Dem Plus steht aber auch ein Minus gegenüber.

Fröndenberg

, 26.07.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besser als erwartet entwickeln sich die Einnahmen der Stadt bei den Steuern und Abgaben: Kämmerer Heinz-Günter Freck rechnet in seinem Finanzbericht zur Jahresmitte mit einem Plus von 233.000 Euro, die ins Stadtsäckel fließen.

Den mit Abstand größten Batzen machen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer aus. Allein 200.000 Euro mehr, kalkuliert die Kämmerei zum Stichtag 30. Juni, werden am Ende des Jahres in der Stadtkasse landen.

Im Haushalt hatte Freck noch mit Erträgen von 5,5 Millionen Euro gerechnet. Jetzt dürften es 5,7 Millionen werden. Dabei handelt es sich nicht nur um Nachzahlungen aus dem Jahr 2017, sondern auch die Vorauszahlungen der Unternehmen für das laufende Jahr sind nach oben angepasst worden.

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Trotz dieser positiven Entwicklung blicke die Verwaltung mit Sorge auf den Brexit. Würden etwa die Automobilzulieferer in Fröndenberg von einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Vertrag in Mitleidenschaft gezogen, könnte sich das auch auf das Gewerbesteueraufkommen auswirken.

Der Finanzbericht bestätige letztlich, dass man sich auf dem Kurs zu einem weiteren ausgeglichenen Haushalt befinde, urteilte Heinz-Günter Freck. Weitere Steuern und Aufwendungen entwickeln sich geringfügig anders als erwartet:

  • Nur wenig ins Gewicht fällt das Plus bei der Grundsteuer B. 4,53 Millionen Euro stehen im Haushalt 2019, voraussichtlich werden es am Ende des Jahres 28.000 Euro mehr sein.
  • Die Kompensationsleistungen, die der Bund für Mindereinnahmen beim kommunalen Anteil an der Einkommensteuer zahlt, steigen auf 1,07 Millionen Euro an, das sind 35.000 Euro mehr.
  • Die Hundesteuer ist mit 193.000 Euro ein wesentlicher Posten bei den Einnahmen; 8000 Euro mehr als erwartet werden wohl fließen.
  • Dagegen gibt es leichte Rückgänge bei der Grundsteuer A (110.000 Euro/minus 5000) und der Vergnügungssteuer (68.000 Euro/minus 2000 Euro).
  • Den Anteil an der Einkommensteuer, den Fröndenberg nach einem bestimmten Schlüssel erhält, setzt der Kämmerer unverändert mit 11,08 Millionen Euro an, ebenso den Anteil an der Umsatzsteuer mit 1,03 Millionen Euro.
  • Sehr positiv wirkt sich auf den Haushalt aus, dass die Krankenhausumlage um 99.000 Euro auf nun 291.000 Euro, die Umlage für das Kreisjugendamt leicht um 43.000 Euro auf nun 6,897 Millionen Euro gesunken sind.
  • Die allgemeine Kreisumlage bleibt mit 11,265 Millionen Euro fast gleich.

Zur Sache

Kassenkredite werden 2019 wohl nicht benötigt

  • Die Aufnahme von Krediten zur Liquiditätssicherung ist im zweiten Quartal 2019 nicht erfolgt und im Planungsjahr 2019 nicht vorgesehen.
  • Laut Haushaltssatzung 2019 ist die Aufnahme von Investitionskrediten mit 6.320.832 Euro vorgesehen. Davon stammen 485.273 Euro aus dem Kreditprogramm „Gute Schule“. Bislang ist noch keine Kreditaufnahme erfolgt.
  • Größere Investitionsmaßnahmen werden schwerpunktmäßig im zweiten Halbjahr ausgeführt. Dazu gehört beispielsweise die Sanierung der Gesamtschule Fröndenberg.
  • Der Finanzausschuss tagt am Mittwoch, 31. Juli, ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Saal des Stiftsgebäudes.

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