Statt Behindertenparkplatz künftig eine halbe Stunde Kurzparken vor der Postfiliale

dzEinstimmiger Beschluss

Nur noch Behindertenparkplätze vor der Post, die selten genutzt werden – dem setzt die Politik ein Ende. Einstimmig beschließt der Bau- und Verkehrsausschuss einen der Parkplätze umzuwandeln.

Fröndenberg

, 19.06.2019, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Damit Gehbehinderte besser zum Allee-Cafe an der Winschotener Straße gelangen können, hatte die Verwaltung vor der Postfiliale Schulte-Hammer bekanntlich vier normale Parkplätze in drei Behindertenparkplätze umgewandelt. Zu viele, wie sich herausstellte. Nach Beschwerden hatte die Verwaltung die Frequentierung überprüft und festgestellt: Höchstens zwei der drei Behindertenparkplätze werden belegt. Daher schlug sie nun der Politik vor, einen der drei Behindertenparkplätze umzuwandeln.

Vorschlag, alle drei Behindertenparkplätze zum Be- und Entladen zu nutzen

Und zwar nicht in einen ganz normalen Parkplatz, auf dem dort zwei Stunden geparkt werden dürfte, sondern in einen Kurzzeitparkplatz für eine halbe Stunde. Damit wollen Politik und Verwaltungen all denen entgegenkommen, die mit schweren Paketen die Postfiliale aufsuchen wollen. Dieser Vorschlag traf auf allgemeine Zustimmung des Ausschusses, auch wenn SPD-Ratsherr Gisbert Herrmann anregte, alle drei Behindertenparkplätze fürs Be- und Entladen freizugeben. Dieses ist aber nicht nur rechtlich nicht umsetzbar, sondern auch verführerisch: „Wenn wir das machen, haben wir nur noch Be- und Entlader dort stehen“, sagt Verwaltungsfachmann Matthias Weischer kopfschüttelnd.

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