Bauamtsleiter Stephan Rach tritt die Nachfolge von Martin Kramme an und kennt Fröndenberg bestens. Denn er ist in der Ruhrstadt aufgewachsen. © Hornung
Rathaus Fröndenberg

Start in einer aufregenden Zeit: Stephan Rach ist neuer Bauamtsleiter

Fröndenbergs ehemaliger Bauamtsleiter Martin Kramme hinterlässt große Fußstapfen und viele Mammut-Projekte. Ein 38-jähriger Fröndenberger nimmt die Herausforderung an.

Als junger Vater und frischer Hausbesitzer hat Fröndenbergs neuer Bauamtsleiter gerade einige private Baustellen hinter sich. Ab sofort kümmert er sich um die kleinen und großen Baustellen der Ruhrstadt. Mit Leidenschaft. Denn Fröndenberg ist seine Heimat.

Anfang April haben gleich zwei neue Mitarbeiter ihren Dienst im Fröndenberger Rathaus angetreten. Mit Diane Bruners beschäftigt die Stadt erstmals eine Managerin fürs Klima. Stephan Rach tritt die Nachfolge von Bauamtsleiter Martin Kramme an.

Damit übernimmt der 38-jährige Fröndenberger Führungsverantwortung für rund 30 Mitarbeiter in den Bereichen Bauverwaltung, Immobilien, ÖPNV, Planen, Bauen, Tiefbau und Grünflächen. Er wird federführend im Bereich der Stadtentwicklung tätig sein und die städtischen Hoch- und Tiefbauprojekte begleiten.

In der Heimat arbeiten – wer möchte das nicht?

Fünf oder 50 Minuten zur Arbeit? Die Frage war für den studierten Landschaftsarchitekten und Stadtplaner einfach zu beantworten: „Ich habe tatsächlich in der Zeitung gelesen, dass die Stelle zu besetzen ist“, sagt Rach, der nicht lange mit seiner Bewerbung zögerte.

Nachdem der Fröndenberger Berufserfahrung bei der Bezirksregierung Arnsberg und der Stadt Hamm gesammelt hat, arbeitete er siebeneinhalb Jahre für die Verwaltung in Meschede. Zuletzt als stellvertretender Fachbereichsleiter. „In Fröndenberg kenne ich nun Stadt und Leute“, freut sich Stephan Rach.

Auch die Baupraxis ist nicht fremd

Und noch etwas qualifiziert ihn für die Stelle: Bevor es an die Uni ging, absolvierte Rach eine Ausbildung im Landschaftsbau. Der Neue im Rathaus versteht also nicht nur etwas von der Planung, sondern auch von der Praxis.

Für einen Bauamtsleiter könnte der Job in Fröndenberg aktuell kaum spannender sein, sagt der 38-Jährige. „Mein Vorgänger war fleißig.“ Gemeint sind vor allem die Großprojekte, die gerade laufen. Seit Ende der Haushaltssicherung hatte Martin Kramme vieles auf den Weg gebracht, das Stephan Rach jetzt zu einem guten Ergebnis führen muss. „Besonders freue ich mich tatsächlich auf den GSF-Umbau.“ Denn einst hat Rach selbst diese Gesamtschule besucht. Die neuen Jahrgangsstufenbereiche, die er bisher nur von Bildern kennt, würden die moderne Handschrift von Stadtarchitektin Sabine Bensmann-Wagner tragen, die ihm gut gefalle.

Lob für offene Gestaltung der Plätze

Überhaupt mag es der neue Bauamtsleiter modern. So lobt er auch den Weg, den Fröndenberg bei der Innenstadtentwicklung eingeschlagen hat. Einiges hätte man zwar auch anders machen können. Im Ergebnis komme der Mut zu Elementen wie dem Fontänenfeld – und auch die offenere Gestaltung der Plätze dem Zentrum zugute. Hier möchte Stephan Rach anknüpfen und zukünftig die Verbindung von Himmelmannpark und Zentrum optimieren.

Zunächst gibt‘s aber andere Baustellen: Etwa die Umstrukturierung der Feuerwehrhäuser mit Neubauten. Neben dem GSF-Umbau im laufenden Betrieb eine weitere Großmaßnahme. „So etwas macht man in einer Kommune wie Fröndenberg nicht alle Jahre.“

Große Nachfrage nach Bauland

Nicht jedes Projekt begrüßen die Bürger der Stadt wohl so sehr wie den Gesamtschul-Umbau, den Sportpark – oder frisch sanierte Straßen. Auch das weiß der neue Bauamtsleiter. Die Entwicklung des Schürenfelds und neuer Baugebiete, wie aktuell in Ardey geplant, stehen für die kommenden Jahre ebenfalls an. Die Nachfrage nach Bauland sei groß. „Da kommen wir nicht drumherum.“ Die bevorstehende Zeit werde „spannend und arbeitsintensiv“.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung
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