Starkregen und Hochwasser in Ostbüren: Jetzt sollen Ingenieure Vorschläge machen

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Hochwasser soll in Ostbüren künftig ein Riegel vorgeschoben werden: Ein Ingenieurbüro wird Lösungen dafür entwickeln, dass sich bei Starkregen Kanäle nicht mehr verstopfen. Sogar Blühstreifen spielen eine Rolle.

Ostbüren

, 05.09.2019, 16:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Überflutete Grundstücke, Keller und sogar Wohnungen brachten Anwohner in Ostbüren zuletzt Ende Mai zum Verzweifeln.

Politik und Verwaltung haben gemeinsam mit Betroffenen und einem Ingenieurbüro mittlerweile Ideen entwickelt, wie dem Hochwasser künftig ein Riegel vorgeschoben werden kann.

Starkregen und Hochwasser in Ostbüren: Jetzt sollen Ingenieure Vorschläge machen

Das Regenwasser samt mitgeschwemmtem Erdboden ergießt sich von der oberhalb seines Grundstücks liegenden landwirtschaftlichen Fläche auf seine Hofeinfahrt. © privat

Hans-Werner Killat war Mitte August nochmals an einem Tag mit viel Regen betroffen: Von einer etwas oberhalb seines Grundstück liegenden landwirtschaftlichen Fläche ergoss sich verschlammtes Wasser auf seine Hofeinfahrt.

„Denkt man eigentlich auch an diesen Bereich entlang der Ostbürener Straße?“, fragt Hans-Werner Killat. Laut Harald Bartel tut man das im Rathaus.

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Kürzlich hat ein Ortstermin mit Vertretern aus der Bauverwaltung, der Fachausschüsse sowie Landwirten und dem Ingenieurbüro Kress aus Menden in Ostbüren stattgefunden. „Die Kanalisation ist absolut in Ordnung“, so Harald Bartel, Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses (BVA).

»Der letzte Regen hatte schon nicht mehr die verheerenden Auswirkungen wie zuletzt.«
Harald Bartel, Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses

Man müsse aber dringend Maßnahmen ergreifen, damit starke Regengüsse keinen Erdboden von den Äckern mitreißen und auf die Straßen spülen. Hier liege das eigentliche Problem: Die Kanaleinläufe setzten sich durch den Schlamm „blitzartig“ zu, das Regenwasser sucht sich folglich seinen Weg auf Grundstücke und in die Keller.

Mittlerweile seien bereits einige Sickergräben ausgekoffert worden, was sich schon positiv auswirke. „Der letzte Regen hatte schon nicht mehr die verheerenden Auswirkungen wie zuletzt“, so Harald Bartel.

Starkregen und Hochwasser in Ostbüren: Jetzt sollen Ingenieure Vorschläge machen

Die Ostbürener Straße knapp unterhalb der Deponie: Das Regenwasser kann nicht mehr durch die von Schlamm zugesetzten Gullys in die Kanalisation ablaufen. © privat

Bei dieser Maßnahme werde es aber nicht bleiben. Das Ingenieurbüro soll prüfen, was sich an den Straßen oder Kanaleinläufen baulich verändern lässt. Denn dass Häuser wie etwa am Obsthof tiefer als das Straßenniveau liegen, müsse hingenommen werden.

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Hochwasser in Ostbüren

Die Landwirte haben ihrerseits zugesagt, das Anlegen von Blühstreifen am Rande ihrer Äcker zu prüfen – diese könnten dann zumindest einen Teil des Regenwassers aufhalten.

Ortsheimatpfleger Gerd Höneise hat unterdessen von der Ostbürener Feuerwehr Einsatzzahlen wegen Hochwassers aus den zurückliegenden Jahren erhalten: Wegen überschwemmter Grundstücke oder vollgelaufener Keller musste die Wehr demnach viel häufiger ausrücken als bisher angenommen.

Bis zur übernächsten Sitzung des BVA am 19. November soll das Ingenieurbüro nun Vorschläge erarbeiten. Die Sitzung soll dann im Dobomilgebäude in Ostbüren stattfinden.

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