Stadtwerke-Tochter für die Müllabfuhr wird aufgelöst

KSF mittlerweile ohne Aufgabe

Früher waren ihre Müllfahrzeuge überall in Fröndenberg präsent, jetzt hat die Kommunalservice Fröndenberg GmbH (KSF) ausgedient. Die 100-prozentige Stadtwerke-Tochter steht kurz vor der Auflösung.

Fröndenberg

, 26.06.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtwerke-Tochter für die Müllabfuhr wird aufgelöst

Von 2004 bis 2012 hat die Kommunalservice Fröndenberg GmbH (KSF) die Müllabfuhr für die Ruhrstadt erledigt. Nun wird die 100-prozentige Stadtwerke-Tochter aufgelöst. © Archiv

2004 hatte die Gründung der KSF für mächtig Wirbel gesorgt, weil Rethmann (heute Remondis) gar nicht erfreut über die damit beabsichtigte Rekommunalisierung der Müllabfuhr war und dagegen vorging. Doch die KSF übernahm die Müllabfuhr und leistete bis 2012 die Abfuhr der Fröndenberger Mülltonnen. Dann jedoch hatte die Gemeinde Wickede großes Interesse daran, die Müllabfuhr gemeinsam mit der Stadt Fröndenberg abzuwickeln. Deshalb gründeten Fröndenberg und Wickede die Kommunalservice Wickede-Fröndenberg AöR als Tochter der beiden Kommunen. Ausführender blieben die Stadtwerke Fröndenberg, die seither aber nicht mehr im eigenen Auftrag, sondern im Auftrag von Wickede und Fröndenberg die Müllabfuhr organisieren.

Müllwerker schon 2012 in AöR überführt

Die KSF ist damit überflüssig geworden. Die Müllwerker, die dort zuvor beschäftigt waren, hatten die Stadtwerke auf die neue Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) übertragen. „Lediglich vier bis fünf Mitarbeiter für den Grünschnitt waren noch in der KSF beschäftigt“, sagt Stadtwerke-Chef Bernd Heitmann. Da aber die Tochterfirma jedes Jahr noch ein paar 1000 Euro kostet, aber wenig Nutzen bringt, soll sie nun mit den Stadtwerken verschmelzen, ebenso die verbliebene Handvoll Mitarbeiter. „Eigentlich ist das nichts anderes als eine Auflösung des Tochterunternehmens“, so Heitmann. Die Politik soll noch vor der Sommerpause ihren Segen dazu geben.

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