Stadtwerke Fröndenberg kontern Kritik an kleiner Kehrmaschine: „Saugleistung identisch“

dzStraßenreinigung

Die Straßen werden in Fröndenberg seit dem 1. Mai wieder in Regie der Kommune gereinigt. Ein Kehrfahrzeug ließ allerdings lange auf sich warten. Das führte umgehend zu Kritik von Anwohnern.

Fröndenberg

, 26.08.2019, 14:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur eine kleine Kehrmaschine reinigte in den vergangenen Monaten die Straßen in Fröndenberg. Mit der Kehrleistung waren seitdem nicht alle Anlieger zufrieden. Die Stadtwerke erläutern, warum sie erst seit einer Woche „Großreinemachen“.

Kleine Kehrmaschine im Verdacht: „Maximal halbe Leistung“

In den zurückliegenden Sommermonaten wunderte sich Wolfgang Böcker von der Hohenheide, warum eine kleine Kehrmaschine, wie sie eigentlich für Gehwege eingesetzt wird, auch die Straßen reinigte. „Maximal die halbe Leistung“, vermutet Böcker, habe wohl das Fahrzeug im Vergleich zu der üblichen großen Maschine.

Tatsächlich ist seit dem 1. Mai die Straßenreinigung von der Dortmunder Gesellschaft für Abfall (Doga) auf die Kommunalservice Fröndenberg-Wickede AöR übergegangen.

»Wir haben den vollen Job gemacht.«
Bernd Heitmann, Geschäftsführer der Stadtwerke

Weder die Reinigungsintervalle noch die Intensität sollten sich aber durch diesen Wechsel ändern. Fast vier Monate mussten jedoch die Stadtwerke, die das operative Geschäft der AöR betreiben, auf eine eigens neu angeschaffte große Kehrmaschine warten.

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„Seit der vergangenen Woche ist sie in Betrieb“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann auf Anfrage. Wegen der Lieferverzögerung habe der Hersteller zunächst für den Monat Mai noch ein großes Fahrzeug ausleihen könne.

Im Juni, Juli und in den ersten Augustwochen habe man auch die Straßen aber mit der ebenfalls neuen kleinen Kehrmaschine reinigen müssen. Heitmann ist sich allerdings auch sicher, dass die kleine Kehrmaschine nicht schwächer ist als die große. „Die Saugleistung ist identisch.“

Zur Sache

Aufgabenfeld der Kommunalservice AöR erweitert

  • Den Auftrag für die Straßenreinigung hatte die Doga zum 30. April 2019 gekündigt.
  • Stattdessen war zum 1. Mai das Aufgabenfeld der Kommunalservice Fröndenberg-Wickede AöR von Müllabfuhr auf Straßenreinigung erweitert worden.
  • Die AöR ist eine gemeinsame Tochter der Stadt Fröndenberg und der Gemeinde Wickede.

Als die KSF noch vor den Dortmundern die Straßen in Fröndenberg reinigte, sei auch noch stets eine kleine Kehrmaschine eingesetzt worden. Allerdings verschleißen die kleinen Kehrmaschinen zu schnell, wenn sie auch breite Straßen reinigen. Daher sei die Anschaffung einer großen Kehrmaschine neben einer kleinen für Gehwege und Plätze sinnvoll, so Bernd Heitmann.

Im Übrigen sei gegenüber der Stadt nur abgerechnet worden, was geleistet wurde. „Wir haben den vollen Job gemacht“, so Heitmann. Auf die Gebühren wird sich der kurzzeitige Einsatz der kleinen Maschine daher wohl nicht auswirken. Ein Kostenfaktor ist dagegen eher der Anstieg der Benzinpreise.

In die große Kehrmaschine sind 185.000 Euro, in die kleine rund 100.000 Euro investiert worden. Außerdem ist ein neuer Mitarbeiter eingestellt worden.

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