Stadtwerke Fröndenberg erklären, warum der Strom teurer wird

dzStrompreis

Der Trend geht zwar zur Energiesparlampe, aber auch dieser Stromverbrauch will bezahlt werden. In Fröndenberg wird die Rechnung 2020 höher ausfallen. Die Stadtwerke erklären, warum das so ist.

Fröndenberg

, 22.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadtwerke Fröndenberg werden zum 1. Januar 2020 die Preise für Strom erhöhen. Welche Mehrkosten ein durchschnittlicher Haushalt zu erwarten hat und warum die Energie überhaupt teurer wird, erläutert der Versorger auf Nachfrage.

Der Strompreis wird um 3,9 Prozent steigen. Vertriebsleiter Michael Freitag rechnet vor: Bei einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden im Jahr müssen von einem Haushalt im kommenden Jahr pro Monat 2,93 Euro mehr berappt werden, aufs Jahr gerechnet also 35,16 Euro.

Steigerung beim Strompreis von drei Hauptfaktoren abhängig

Ob sich in diesem Musterhaushalt zwei, drei oder gar vier Personen verbergen, lässt sich mittlerweile kaum noch bestimmen. Zu vielfältig sind inzwischen die Möglichkeiten, den Stromverbrauch durch sparsame Leuchtmittel und Elektrogeräte zu drosseln.

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Michael Freitag nennt die drei Hauptgründe für den steigenden Strompreis:

  • Die sogenannte EEG-Umlage steigt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtet zu diesem Aufschlag, mit dem die Stromverbraucher die Prdouktion von Ökostrom subventionieren.
  • Die Netzentgelte sind deutlich erhöht worden. Westnetz, der Betreiber des Stromverteilnetzes, bittet die örtlichen Versorger für die Nutzung der Elektrizitätsleitungen zur Kasse.
  • Die Bezugskosten für den Strom haben sich ebenfalls erhöht. Die Stadtwerke beziehen Strom, den sie nicht selbst erzeugen, über Strombörsen von den Kraftwerksbetreibern.
    Zur Sache

    Strompreise nach Tarifen

    • Die Stadtwerke Fröndenberg bieten drei Stromtarife an, die allesamt erhöht werden, im Durchschnitt um 3,9 Prozent.
    • Ruhrpur-Komfort ist der Grundversorgungstarif, der von 947 Euro auf 982,01 Euro teurer wird.
    • Ruhrpur-Extra ist ein Haushalts-Stromtarif mit besonderen Konditionen, zum Beispiel einer Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr. Der Tarif erhöht sich von 918,95 Euro auf 953,93 Euro.
    • Der Ruhrpur-Online-Tarif spart mangels Verwaltungsaufwands Kosten ein, er erhöht sich von 883,25 Euro auf 918,23 Euro.
    • Zugrunde gelegt ist bei allen Tarifen ein Jahresverbrauch von 3000 kw/h.

Die Stadtwerke argumentieren daher nicht ganz zu Unrecht mit vielfach äußeren Faktoren, die den Preis bestimmen und die sie nicht verändern können. In Zeiten des Vergleichsportals Verivox wird Stromkunden dennoch der Wechsel immer schmackhafter gemacht.

Lokale und bundesweit tätige Energieversorger schwer vergleichbar

Tatsächlich können – Stand 21. November 2019 – auf den ersten Blick pro Jahr einige Euro gespart werden, wenn man den Anbieter wechselt. Allerdings sind viele Angebote mit „eingeschränkter Preisgarantie“ versehen.

Geschäftsführer Bernd Heitmann und Aufsichtsratschef Gerd Greczka haben daher in der Vergangenheit stets auf die Vorzüge eines örtlichen Energieversorgers verwiesen. So wird nicht zuletzt durch die Einnahmen der Stadtwerke das nicht kostendeckend arbeitende Löhnbad quersubventioniert und damit der Betrieb gewährleistet. Auch die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt ist eine Initiative der Stadtwerken und soll in den nächsten Jahren noch ausgeweitet werden.

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