Klimawald in Fröndenberg: Hier will die Stadt bald neue Bäume pflanzen

dzKlimaschutz

Das Projekt Klimawald schreitet mit große Schritten voran. Die Verwaltung hat bereits eine Fläche gefunden, auf der neue Bäume für den Klimaschutz gepflanzt werden sollen.

Fröndenberg

, 23.11.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst vor wenigen Monaten hatte die Politik die Stadtverwaltung damit beauftragt, zu prüfen, ob, wie und wo in Fröndenberg ein Klimawald gepflanzt werden kann. Schon wollen die Verantwortlichen Nägel mit Köpfen machen – und den Klimawald bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am 28. November auf den Weg bringen.

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Die Idee, einen Klimawald anzulegen, kam von der FWG und wurde von den anderen Parteien unterstützt. Inzwischen hat sich die Stadtverwaltung auf die Suche nach einer geeigneten Fläche begeben – und wurde fündig.

Abgestimmt mit der Unteren Naturschutzbehörde

Über die Voraussetzungen, die die Grundfläche für einen Klimawald erfüllen sollte, hat sich die Verwaltung mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Sogenannte Ersatzaufforstungsflächen sollten an einer bestehenden Waldfläche liegen und bisher ackerbaulich genutzt worden sein. Insgesamt wurden 25 Flächen geprüft.

Klimawald in Fröndenberg: Hier will die Stadt bald neue Bäume pflanzen

In diesem Bereich könnten Bäume fürs Klima gepflanzt werden. © Hornung

Nach Abstimmungsgesprächen mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landesbetrieb Wald und Holz erfüllt ein Gebiet in Ardey, im Bereich Goldbreite südlich der Bahngleeise (Gemarkung Ardey, Flur 2, Flurstück 105), das rund ein Hektar groß ist, die Anforderungen perfekt. Der bestehende Pachtvertrag über eine ackerbauliche Nutzung ist gekündigt. Der Klimawald könnte ab Herbst 2020 gepflanzt werden. Dazu muss die Stadt einen Erstaufforstungsantrag beim Landesbetrieb Wald und Holz einreichen, außerdem mit der Forstbehörde einen Pflanzplan abstimmen. Der Bereich sollte eingezäunt und die jungen Bäume müssten vor Verbiss durch Wild geschützt werden.

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Ein Klimawald auf der von der Verwaltung bevorzugten Fläche kostet rund 40.000 Euro. Aus Sicht der Stadtverwaltung könnten sich Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich – wie es auch Idee der Freien Wähler war – mit einer zweckgebundenen Spende an der Erstaufforstung des Waldes beteiligen.

Wald könnte auch als Ausgleichsmaßnahme angelegt werden

Um die Idee zeitnah umzusetzen, könnte der Klimawald allerdings auch im Zuge einer freiwilligen Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet Hacheney sowie der notwendigen Ausgleichsmaßnahme für das neue Feuerwehrgerätehaus in Stentrop realisiert werden. Für letztere Maßnahme müsste die Stadt 31.267,50 Euro an den Kreis Unna zahlen. Das Geld könnte sie alternativ für den Klimawald verwenden.

Ist der erste Klimawald umgesetzt, könnten weitere hinzukommen. Hierzu müsste die Stadt voraussichtlich Gelände erwerben.

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