Die Stadtbücherei am Fröndenberger Marktplatz hat im Herbst erst eröffnet - jetzt ist die vorerst wieder geschlossen. © Udo Hennes
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Stadtbücherei hat wieder geöffnet: So sieht es in den neuen Räumlichkeiten aus

Die Stadtbücherei ist umgezogen. Seit Dienstagmorgen können Fröndenberger wieder durch die Regale stöbern. Leiterin Doris Wehowski erklärt, was sich in der Bücherei alles geändert hat.

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe hat die Nummer 00000001 auf seinem Bücherei-Ausweis stehen. Er ist der erste Bürger Fröndenbergs, der ein Buch in der neuen Stadtbücherei ausleihen kann. Seit Dienstagmorgen hat die Bücherei nach der Umbauphase an ihrem neuen Standort wieder geöffnet und lockt noch in der ersten Stunde Fröndenberger an, die diesen Moment sehnsüchtig herbeigesehnt haben.

Was aber hat sich geändert? Leiterin Doris Wehowski lacht bei der Frage auf, denn in der Bücherei ist fast nichts so geblieben, wie es vorher war. Angefangen mit den Büchereiausweisen, die jeder neu beantragen muss. Das Sortiment an Büchern sei „etwas abgespeckt“, alle Titel, die vor 2010 veröffentlich wurden, sind aussortiert worden.

Ein Ort zum Verweilen

Die Bücherei soll nicht mehr nur ein Ort zum Ausleihen werden, sondern ein Ort zum Verweilen und Stöbern. Das merkt man in weiten Teilen bereits am Raumkonzept. Die Regale sind auf Rollen, können je nach Bedarf verschoben werden. So wird Platz für Lesungen oder Aktionen geschaffen.

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Neueröffnung der Stadtbücherei Fröndenberg

Das Mobiliar ist komplett erneuert worden. Für Kinder gibt es nun einen eigenen Bereich mit Stöberecke und geeigneten Sitzgelegenheiten. „Unsere Bücherei ist jetzt kinderfreundlich. Das hatten wir vorher nicht so“, sagt Wehowski. In die Wände sind zwei Sitznischen eingelassen, in der neugierige Leser abtauchen und die Welt um sich herum vergessen können.

In der Kinderecke finden sich zudem auch Spiele und Tonies (moderne Kassetten), die später ausgeliehen werden können. Vorrangig dabei Spiele des Jahres. In die technische Ausstattung ist ebenfalls investiert worden. So gibt es einen Touchdisplay, der für Lesungen und Vorträge genutzt werden kann.

Ein Ort für Aktionen und Lesungen

Die Bücher sind mit neuer Funktechnik ausgestattet, sodass nicht mehr jedes einzeln verbucht werden muss. „Das erleichtert uns auch die Inventur.“ An die Eingangstür soll in den nächsten Tagen eine Antenne kommen, die nicht nur die Besucher zählt, sondern auch darauf achtet, dass niemand versehentlich ein Buch mitnimmt, ohne es offiziell auszuleihen.

Mehr zum Thema
  • Derzeit dürfen nur fünf Besucher gleichzeitig die Bücherei betreten und in den Regalen stöbern.
  • Auch hier muss sich in eine Liste eingetragen werden.
  • Spiele können derzeit noch nicht ausgeliehen werden, da noch nicht klar ist, wie das unter Corona-Schutzmaßnahmen bestmöglich geschehen kann.

„Wir haben jetzt andere Zahlen als Zielsetzung“, sagt Wehowski. Spielenachmittage, Lesungen, Aktionstage für die Jugend, am liebsten würde sie alle noch anstehenden Projekte für die Bücherei sofort angehen. Man versuche, attraktiver zu werden, die Leute zum Verweilen und Wiederkommen einzuladen, mitunter mithilfe der vielen Sitzmöglichkeiten. Einmal im Monat soll auch am Samstag die Bücherei geöffnet sein. „Die Voraussetzungen sind geschaffen. Darauf können wir jetzt aufbauen.“

Ein Ort mit viel Potenzial

Für die nahe und ferne Zukunft sind noch einige Änderungen und Neuerungen geplant. „Das Bibliotheksprogramm wird gerade neu aufgezogen“, erklärt Wehowski. Ab 2021 sollen die Fröndenberger von Zuhause aus den Bestand der Bücherei einsehen, sich Bücher vormerken lassen und ihre eigenen Ausleihen nachverfolgen können.

Ebenso in Angriff genommen wird das Projekt „ONleihe“, mit dem sich die Leute die digitalen Versionen der Bücher ausleihen und auf ihrem Tablet zuhause ansehen können. Auch E-Book-Reader sollen dann ausleihbar sein, damit die Fröndenberger das testen können. „Das steht ab Januar dann hoffentlich zur Verfügung.“

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
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Lisa Dröttboom

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