Stadt organisiert zum ersten Mal den Christkindelmarkt – Was sich bewährt hat, bleibt

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Zum ersten Mal organisiert die Stadt den Christkindelmarkt - und nicht der Werbering. Der Markt findet am dritten Adventwochenende statt. Für die Planung war nicht viel Zeit.

Fröndenberg

, 05.12.2018, 17:54 Uhr / Lesedauer: 3 min

„Es wurde ein bisschen improvisiert“, sagt Michael Tillman vom Bereich Kultur über die Vorbereitungen für den Christkindelmarkt. Zum ersten Mal ist die Stadt für die Ausführung des Marktes verantwortlich. In den vergangenen Jahren übernahm der Werbering diese Aufgabe. Dass er es dieses Jahr aus organisatorischen Gründen nicht schaffen wird, habe die Stadt recht kurzfristig erfahren, so Tillmann. Hinzu kam der Personalwechsel im Kulturamt – Tillmann trat erst im Oktober die Nachfolge von Mechthild Wittmann an. Bemerkbar machen soll sich das am dritten Adventwochenende – von Freitag, 14. Dezember, bis Sonntag, 16. Dezember – jedoch nicht. „Was sich bewährt hat, sollte man nicht verändern“, so Tillmann.

Traditionen treffen auf Veränderungen

Neben traditionellen Ständen am Marktplatz und bekannten Gesichtern auf der Bühne, findet sich jedoch auch die ein oder andere Neuerung im Programm des Christkindelmarktes wieder. Eine Veränderung wird bereits beim Aufbau, der am kommenden Montag startet, sichtbar werden. Die Buden sollen aus Sicherheitstechnischen Gründen am unteren Ende des Marktplatzes, also vor dem Café Melange, stehen und die Bühne auf Höhe der Gaststätte „Zum Marktgrafen“. Sie wird zum Café ausgerichtet sein. Einerseits kann so kein Fahrzeug über die Querung auf den Platz gelangen und es gibt eine große Fläche vor der, erklärt Tillmann. Der so gewonnene Platz wird auch gebraucht – nicht nur von den Zuschauern. Wenn die Gesamtschüler nämlich am Samstag auftreten, brauchen sie mehr Platz, als die Bühne bieten kann. Die Stadt hat den gesamten fünften Jahrgang eingeladen, eine Kostprobe des Musicals „Das geheime Leben der Piraten“ welches sie im Mai im GSF auf die Bühne bringen werden, vorzutragen. Tillmann rechnet mit 50 bis 60 Kindern.

Neu auf dem Christkindelmarkt ist auch der Künstler und „Ur-Fröndenberger“ Pascal Stöver, der nach den Fünftklässlern auf die Bühne treten wird – im Gepäck deutsche Schlager und Popmusik. Musikalisch werden außerdem der Shanty-Chor Langschede, die junge Band Just Listen, der Spielmannszug Hohenheide und Ricky Kunze mit Saxofon und Keyboard für musikalische Unterhaltung sorgen. Wie schon im vergangenen Jahr, wird auch wieder der Musical-Tenor Mathias Schiemann singen. „Man muss ihn gesehen und gehört haben. Er ist ein Mann, der auf der Bühne wirkt“, sagt Stadtsprecher Hans Kuhn. Kuhn führt an allen drei Tagen als Moderator durch das Programm. Auf der Bühne werden alle Generationen zu sehen sein – Gleiches wünscht Tillmann sich auch für das Publikum.

Stadt organisiert zum ersten Mal den Christkindelmarkt – Was sich bewährt hat, bleibt

Helga Trebesius bietet an ihrem Stand weihnachtliche Gestecke aus Keramik an. © Tobias Schürmann

Reichhaltiges Programm auf und vor der Bühne

Auch der Marktplatz wird sich mit fünf neuen Ständen etwas anders präsentieren als im Vorjahr. Neben nicht mehr wegzudenkenden Beteiligten wie dem Heimatverein, dem SC Langschede und der Neuapostolischen Gemeinde Fröndenberg ist in diesem Jahr unter anderem Nicole Kloppert von der

„Kräuterbrise“ dabei, Landwirt Sebastian Becker und Agata Grzelak. Becker hat extra für den Christkindelmarkt drei Schweine schlachten lassen und bietet neben frischen Wurstwaren im Glas, Honig, Marmelade und Präsentkörbe mit Zutaten vom eigenen Hof an, während Kloppert fleißig Kräuter und Likör vorbereitet. Auch Honigmilch und Kräutertees können Besucher an ihrem Stand kosten. Außergewöhnlich wird der Stand von Agata Grzelak sein. Sie bietet neben Taschen und Kuscheltieren sogenannte Bierkissen an. Das sind Kissen mit Löchern für Bierkrüge oder auch Handys.

Werbering unterstützt den Christkindelmarkt

„Über die Zukunft des Marktes mache ich mir keine Gedanken. Ich rechne im nächsten Jahr mit noch mehr Budenbetreibern“.
Michael Tillmann,
Stadt Fröndenberg
Stadt organisiert zum ersten Mal den Christkindelmarkt – Was sich bewährt hat, bleibt

© Marcel Drawe

Obwohl der Werbering den Christkindelmarkt nicht federführend organisiert, unterstützt er die Tradition auch weiterhin. Er besetzt den zentralen Glühweinstand, lädt zum verkaufsoffenen Sonntag am 16. Dezember (11 bis 18 Uhr) und gibt am Sonntag um 16 Uhr auf dem Marktplatz die Gewinner der Weihnachtslotterie bekannt. Insgesamt können Kunden 15.000 Lose in den teilnehmenden Geschäften erhalten. Zu gewinnen gibt es mehr als 50 Preise.

Ebenfalls über ein Präsent freuen, dürfen sich die Gewinner eines Luftballonwettbewerbes. Bei der Abschlussfeier des diesjährigen Sommerleseclubs – eine Aktion bei der Schüler so viele Bücher wie möglich lesen – hatten Kinder Heliumballons in die Luft entsendet. Dem Besitzer des am weitesten gereisten Ballons wird auf dem Christkindlmarkt am Sonntag um 15 Uhr ein Buchgutschein überreicht.

Der Christkindelmarkt ist in diesem Jahr etwas kleiner

Mit 16 Buden, einer Bühne und einem Karussell wird der Markt nur unwesentlich kleiner sein als im vergangenen Jahr, in dem es noch 19 Stände gab. Am Interesse der Händler liege das aber nicht, so Tillmann. Die Zeit sei einfach zu knapp gewesen. „Über die Zukunft des Marktes mache ich mir keine Gedanken. Ich rechne im nächsten Jahr mit noch mehr Budenbetreibern“.

Stadt organisiert zum ersten Mal den Christkindelmarkt – Was sich bewährt hat, bleibt

Michael Tillmann, Sabine Dettman und Hans Kuhn präsentieren das neue Plakat zur Veranstaltung. Das Winterfoto ist übrigens nicht bearbeitet. Stadtarchivar Jochen von Nathusius hat es vor Jahren geschossen. © Pott

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