Staatsanwaltschaft lässt Schuldfähigkeit des Asylbewerbers prüfen

Städtischen Pkw zerstört

Mit der Zerstörung eines Dienst-Pkw der Stadt sorgte er im August für Aufsehen und sitzt bis heute in U-Haft. Die Staatsanwaltschaft lässt nun die Schuldfähigkeit eines Asylbewerbers prüfen.

25.10.2018, 12:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Staatsanwaltschaft lässt Schuldfähigkeit des Asylbewerbers prüfen

Dieses Dienstfahrzeug der Stadt Fröndenberg hatte mutmaßlich ein 28-jähriger Asylbewerber bis zur Schrottreife demoliert. Er sitzt auch wegen anderer Vorwürfe bis heute in U-Haft. © Archiv

Ein städtisches Fahrzeug, das auf dem Parkplatz neben dem Rathaus abgestellt war, hatte mutmaßlich der 28-Jährige bis zur Schrottreife demoliert. Ebenfalls im August soll der Mann Mitarbeiter eines Autohauses in Unna mehrfach massiv bedroht haben. Außerdem werden ihm mehrere Straftaten in den Wochen und Monaten zuvor vorgeworfen. Nach dem Einbruch in ein Geschäft auf der Alleestraße nahm die Polizei den zuletzt in einer Fröndenberger

Asylbewerberunterkunft lebenden Mann noch am Tatort fest. Seitdem sitzt der Mann in Dortmund in U-Haft.

Bei Schuldunfähigkeit kommt Unterbringung in Betracht

Die Staatsanwaltschaft Dortmund teilte auf Anfrage mit, dass ein Gutachten zur Frage der Schuldfähigkeit und zur eventuellen Unterbringung des Beschuldigten in einer psychiatrischen Einrichtung in Auftrag gegeben worden ist. Das Gutachten bei einem Sachverständigen sei aufgrund der Umstände der Tatbegehungen veranlasst worden. Im Falle einer Schuldunfähigkeit komme zwar eine Unterbringung in Betracht, dafür müsse aber zusätzlich das Risiko, dass der Mann erneut strafffällig wird, sicher prognostiziert werden können. „Geht von der Person noch eine erhebliche Gefahr aus?“, sei zu fragen. Weil der Mann sich in Untersuchungshaft befinde, werde der Fall vordringlich behandelt. Die Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass das Gutachten in den nächsten vier Wochen vorliegt.

Kreis Unna will Ausreiseverfahren „beschleunigen“

Die Herkunft des Mannes, der nach eigenen Angaben von der Elfenbeinküste stammt, ist unterdessen weiter nicht eindeutig geklärt. Die Ausländerbehörde des Kreises Unna versucht derzeit Passersatzpapiere zu beschaffen. Erst für Ende dieses Jahres war eine sogenannte Sammelvorführung mit Konsulatsbeamten der Elfenbeinküste in Unna angekündigt worden. Man arbeite „mit Hochdruck daran, das Verfahren zu beschleunigen“, hieß es auf Anfrage.

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