Sportsozialpreis des Kreis Unna für den Fröndenberger Integrations-Cup

dzGraf-Adolf-Stadion

Ein großes Team sorgt dafür, dass sich der Integrations-Cup in Fröndenberg von einer kleinen Idee zum großen Familienfest ausgeweitet hat. Die Aktion wirbt für Sport und Vielfalt gleichermaßen.

Fröndenberg

, 09.08.2019, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Patenschaftskreis, Windmühle, Kindergarten St. Josef, TC Rot-Weiß, Scheibenspechte, VfL Fröndenberg und der SC Fröndenberg-Hohenheide: Sie alle haben dazu beigetragen, dass im Graf-Adolf-Stadion seit 2017 der Integrations-Cup ausgetragen wird und erfolgreich Menschen zusammenbringt.

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Auf dem Platz treten Erwachsenen-Mannschaften gegeneinander an. Das bunte Treiben am Spielfeldrand hat sich zu einem beliebten Familienfest entwickelt. So werden Geflüchtete durch Sport in die Gemeinschaft integriert – und die Vereine begeistern Kinder und Jugendliche. Neue Mitglieder melden sich an.

Eine Situation, in der alle gewinnen

Eine Situation, in der alle gewinnen. Das hat auch der Kreissportbund erkannt. Und dem Team, das sich jedes Jahr aufs neue um den Integrations-Cup kümmert, den Sportsozialpreis verliehen. Das wiederum war für Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe Anlass, sich noch einmal bei allen, die zum Erfolg des Integrations-Cups beigetragen haben, zu bedanken.

Sportsozialpreis des Kreis Unna für den Fröndenberger Integrations-Cup

BVB-Biene Emma ist ja eigentlich eher verschwiegen, aber sie hat offenbar verlauten lassen, dass sie vielleicht auch 2019 beim Integrations-Cup mit dabei ist. © Borys Sarad

Da wäre Susanne Hippenstiel und der gesamte Patenschaftskreis, die gemeinsam mit Flüchtlingsfrauen aus Fröndenberg für tolle kulinarische Verpflegung sorgen. Aber auch das Team der Jugendeinrichtung Treffpunk Windmühle um Leiter Thomas Reimann. Nina Krause vom benachbarten Kindergarten St. Josef ist mit einer weiteren Erzieherin von Beginn an dabei.

Sportvereine stellen ihr Angebot vor

Der Tennis-Club Rot-Weiß Fröndenberg bringt Kindern und auch interessierten Erwachsenen auf kleinen Spielfeldern Tennis näher. Beim VfL Fröndenberg können die Kinder um die Wette laufen, Discgolf-Seniorenmeister Peter Hennecke von den „Scheibenspechten“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, am Rande des Integrations-Cups für die ausgezeichnete Fröndendenberger Discgolf-Anlage zu werben.

Die Idee zu all dem hatte Pal Delia vom SC Fröndenberg-Hohenheide. Und Birgit Preising, die gute Seele des Rathauses, koordiniert alle Treffen der Beteiligten. Die Zusammenarbeit funktioniere nut so gut, weil die Menschen, die sich am Integrations-Cup beteiligen „good will“ seien, sagte Bürgermeister Friedrich Wilhelm Rebbe. Das Angebot sei einmalig im Kreis; in keiner Kommune gebe es eine ähnliche Veranstaltung.

Bürgermeister spricht sich für den Sportpark aus

Dass sich nicht nur die Vereine, die im Graf-Adolf-Stadion trainieren, sondern das gesamte „Quartier“ an der Organisation beteiligen, bestärkt den Bürgermeister auch in seinem Modernisierungsvorhaben für das Areal: „ Da macht es doch Sinn, hier ein Sportzentrum entstehen zu lassen.“ Rebbe spricht vom Sportpark Ruhr. Die Pläne sehen im ersten Schritt die Sanierung des Stadions an der Graf-Adolf-Straße vor. Im zweiten Schritt sollen die sportlichen Potenziale von Hindenburghain und Ruhr herausgearbeitet, in ein Gesamtkonzept integriert werden.

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Bis das soweit ist, hat das Stadion an der Graf-Adolf-Straße mit seinem Ascheplatz einen Standortnachteil gegenüber den Sportplätzen der Ortsteile. Dort wird auf Kunstrasen gekickt.

Stolz, dass aus der Idee ein Stadtteilfest geworden ist

„Wir sind stolz darauf, dass aus der Idee ein Stadtteilfest geworden ist“, sagt Markus Klein vom SC Fröndenberg-Hohenheide. Er ist Jugendtrainer und konnte in den vergangenen Jahren beobachten, dass der Integrations-Cup dazu beigetragen hat, den Standortnachteil ein klein wenig wett zu machen. Noch am Veranstaltungstag hätten sich Jugendliche im Verein angemeldet. Stephan Brauckmann vom TC Rot-Weiß kann das bestätigen.

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