Sportpark Ruhr: Die Kosten steigen, doch die Planung soll weitergehen

dzGraf-Adolf-Stadion

Bauliche Hürden und Lärmschutzbedenken brachten die Pläne fürs Graf-Adolf-Stadion 2019 ins Stocken. Jetzt soll der Umbau in trockene Tücher gebracht werden – und damit Schritt eins zum Sportpark Ruhr.

Fröndenberg

, 10.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Umsetzung des ersten Bauabschnitts zum Sportpark Ruhr galt eigentlich im Juli des vergangenen Jahres bereits als beschlossene Sache. Doch dann kamen Auflagen der Bezirksregierung zum Hochwasserschutz sowie ein Lärmschutzgutachten einer schnellen Realisierung der Pläne in die Quere. Die Hoffnung der Sportler, schon im Sommer 2020 auf Kunstrasen zu kicken, wurde zerstört.

Konkret sollten nach Stand Juli 2019 ein Kunstrasenplatz, eine Laufbahn mit Kunststoffbelag im Kreisbogenformat, Weitsprung-, Hochsprung- und Kugelstoßanlage realisiert beziehungsweise erneuert werden. Außerdem Tribünen, LED-Flutlichtbeleuchtung, Flächen für Rollsport und eine Toranlage mit kontrollierter Zugangsmöglichkeit für die Öffentlichkeit.

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Vor übermäßigem Lärm müssen sich die Anwohner des Stadions, auch bei Betrieb, nicht fürchten. Im Ergebnis gibt es laut Lärmemmissionsgutachten keine Konflikte. Die Bodenhöhe darf mit Blick auf den Hochwasserschutz allerdings nicht so verändert werden, wie geplant. Jetzt muss zunächst Boden abgetragen, die vorherige Höhe anschließend wieder aufgebaut werden. Dadurch steigen die Kosten.

Altlasten im Boden gefunden

Ein weiteres Ärgernis: Im Bereich des Stadions wurden Altlasten vermutet. Und die Stadt musste aus diesem Grund Bodenuntersuchungen durchführen, wurde fündig. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte laut Stadtverwaltung nicht geklärt werden, welche unplanmäßigen Maßnahmen durch den belasteten Boden nun folgen. Vermutlich würden Entsorgungskosten fällig, die noch nicht konkret beziffert werden können.

Sportpark Ruhr: Die Kosten steigen, doch die Planung soll weitergehen

Ein Parcours-Feld war für den zweiten Bauabschnitt des Sportparks geplant. Zurzeit arbeitet die Stadt an den Vorbereitungen für den ersten Abschnitt. © x-move

Die Gesamtkostenschätzung für den ersten Bauabschnitt wurde in Summe nach oben korrigiert. Voraussichtlich kostet die Modernisierung des Stadions 1.690.000 Euro.

Geld aus dem Vorjahr soll übertragen werden

Im Haushalt 2020 sind zur Umsetzung des ersten Bauabschnitts im Stadion Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro eingeplant. Für die darüber hinausgehenden Kosten möchte die Verwaltung Geld, dass für die weitere Planung des Sportparks bereits für 2019 eingeplant war, verwenden.

Wenn die Politik in der Ratssitzung am 4. März trotz Kostensteigerung grünes Licht gibt, kann die Stadtverwaltung am Projekt Sportpark Ruhr weiter arbeiten. Mit einem Baubeginn vor Herbst 2020 rechnete bereits im vergangenen Jahr keiner mehr.

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