Sport trägt kein Parteibuch

dzÄrger um Integrations-Cup

Eigentlich soll der Integrations-Cup am 1. September zusammenführen. Doch die Präsentation erzürnt die CDU. Offensichtlich schon im Wahlkampf-Modus, fühlen sich die Christdemokraten übergangen.

Fröndenberg

, 17.08.2018 / Lesedauer: 3 min

CDU-Fraktionschef Gerd Greczka überraschte am Freitag jedenfalls mit einem Brief an Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, in dem er wettert: „Sport trägt kein Parteibuch“. Offensichtlich stört den CDU-Fraktionschef, dass auf dem Ankündigungsfoto Jusos-Chef Sebastian Kratzel und Rebbe, ebenfalls SPD, für den Integrations-Cup werben. „Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass es ausgerechnet der Vorsitzende des Nachwuchses der gleichen Partei, der der Bürgermeister angehört, auf das Foto geschafft hat“, so Greczka. Zwar wisse er, dass sich die Jusos aktiv mit einem Stand an dem Sportfest beteiligen, eine Anfrage der Stadt, ob man sich ebenfalls beteiligen wolle, hätten aber weder er selbst noch CDU-Stadtverbandsvorsitzender Olaf Lauschner, noch andere Parteien erhalten.

Greczka wundert sich darüber hinaus darüber, dass der Sportausschussvorsitzende Oliver Funke (CDU) nicht zu dem Pressetermin zur Vorstellung des Sport-Spektakels eingeladen war. „Im letzten Jahr hat Herr Funke dieses Vorgehen gegenüber dem Bürgermeister der Stadt persönlich kritisiert. Geändert hat sich nichts“, ärgert sich Greczka. Der sich weiter erzürnt: „Auf eine sportliche Veranstaltung unter (Mit-)Trägerschaft der Kommune gehört der Vorsitzende des Sportausschusses, egal welche Farbe sein Parteibuch hat.“

Hier allerdings irrt der CDU-Fraktionsvorsitzende: Die Schirmherrschaft über den Integrations-Cup hat Bürgermeister Rebbe als Person und nicht die Stadtverwaltung. Der Integrations-Cup selbst wird von den Vereinen organisiert.

Und Rebbe ist sich keiner Schuld bewusst. „Das ist Geschäft der laufenden Verwaltung. Es ist nicht üblich, dazu die Politik einzuladen“, sagt er. Die Jusos hätten bereits im vergangenen Jahr beim Abbau geholfen und diesmal selbstständig angeboten, eine Aktion anzubieten. „Ich habe keine Veranlassung gesehen, auch die anderen Parteien zu fragen“, so Rebbe. Er geht zudem auf Fragen ein, die Greczka in seinem Schreiben formuliert. Darin geht es unter anderem darum, wer die Auswahl des Teilnehmerkreises getroffen hat und warum die Ausschussvorsitzenden nicht eingeladen wurden. Rebbe: „Die konkrete Auswahl der Teilnehmer hat sich aus Vorgesprächen mit den Vereinen ergeben. Es wurde vereinbart, dass die Akteure je einen Vertreter schicken.“

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