In Fröndenberg funktioniert Integration besonders über den Sport: In gemischten Teams rang man beim Integrationscup um den Sieg. Initiator Pal Delia erzählt von seiner Vision.

von Lara Joy Rosenstein

Fröndenberg

, 02.09.2018, 14:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dem Integrationscup wurde am Samstag der Stempel für die Ewigkeit aufgedrückt“, verkündete Initiator Pal Delia vom SC Fröndenberg-Hohenheide zufrieden. Vor drei Jahren kam ihm die Idee zu dem Event. „Im Mittelpunkt sollten der Sport, die Gemeinschaft und vor allem die Integration stehen. Unsere Vision war es, einen Tag zu organisieren, der alle Bürger zusammenschweißt“, erklärte er, „und das ist uns anscheinend gelungen.“

Bürgermeister und Schirmherr des Projektes Friedrich-Wilhelm Rebbe erklärte den Integrationscup nach dem dritten Anlauf zu einer Tradition. „Sport ist etwas, das verbindet. Der Teamgeist wächst nicht nur im Sport, sondern auch in unserer Gesellschaft“, sagte Rebbe bei der Eröffnung des Sportfestes.

Patenschaftskreis und Treffpunkt Windmühle stellten ebenso Teams wie die Felsenmeer-Kicker

Das Hobbyfußball-Turnier des SC Fröndenberg-Hohenheide gehörte wie auch in den vergangenen Jahren zu den tragenden Säulen der Veranstaltung. Acht Mannschaften traten auf dem Rasen des Stadions an der Graf-Adolf-Straße gegeneinander an. Der Patenschaftskreis Fröndenberg und der Treffpunkt Windmühle stellten jeweils zwei Mannschaften. In den gemischten Gruppen spielten unter anderem auch Flüchtlinge mit. Die Spieler der Mannschaft „Windmühle International“ sicherten sich nach spannenden Spielen den ersten Platz. Die „Felsenmeerkicker“ und „Windmühle & Friends“ gewannen den silbernen und bronzenen Pokal.

Moderator Hans Kuhn ist auch beim Fröndenberger Integrationscup bereits eine Institution

Der für seine Moderationskünste bekannte Radsportler Hans Kuhn begleitete die Besucher am Mikrofon durch den Tag. Denn neben dem Fußball-Turnier gab es für die Besucher im Stadion noch mehr zu entdecken. Alles drehte sich um das Ausprobieren von verschiedenen Sportarten und Mitmachaktionen. Der SV Bausenhagen lockte die Besucher zum großen Menschenkicker, der Leichtathletikverein VfL Fröndenberg wartete mit Sprintmessungen auf Groß und Klein. Auch der Tennis-Club Rot-Weiß war mit von der Partie. In einem kleinen Tennisfeld erprobten vor allem die jungen Gäste den Umgang mit dem Schläger.

Pony-Reiten und Elast-Run standen bei den Besuchern ganz hoch im Kurs

Am Nachmittag sorgte eine Zumba-Einlage des Treffpunkts Windmühle für ordentlich Schwung. Der Gesamtschulsportverein, die Löschgruppe Hohenheide und der Kindergarten St. Josef luden die Besucher zu einem bunten Programm ein. Auch das Reiten der Ponys von Jennifer Hoos zählte zu den Höhepunkten des Tages. Für alle BVB-Fans schwirrte Maskottchen Biene Emma im Stadion herum und stand für Fotos bereit.

Neben den bereits bekannten Ausstellern waren die Jusos dieses Jahr zum ersten Mal vertreten. Mit ihrem „Elastrun“ war viel Spaß programmiert. Peter Hennecke stellte Discgolf ebenfalls erstmalig beim Integrationscup vor. Dafür baute er eine Putting-Station auf, in welche Scheiben gezielt hineingeworfen werden mussten.

Bei so viel Sport durfte die richtige Verpflegung nicht fehlen. Der Patenschaftskreis Fröndenberg kümmerte sich um das leibliche Wohl der Besucher. Neben Currywurst und Pommes gab es auch wieder syrischen und armenischen Kebab.

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