Spielemesse: Hobby-Astronom aus Fröndenberg zeigt Brettspiel wegen Corona digital

dzSpieletage in Essen

Das Spiel war fertig, das große Banner für den Autorenstand gedruckt. Doch in der realen Welt wird der Fröndenberger Markus Paul möglichen Verlegern für sein Gesellschaftsspiel vorerst nicht gegenübertreten können.

Fröndenberg

, 21.10.2020, 15:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Astrofotografie, Sternenführungen, grünes Klassenzimmer: Der Fröndenberger Hobby-Astronom Markus Paul möchte sich nicht spezialisieren, sondern in seinem Fachgebiet immer etwas neues ausprobieren. „Jetzt habe ich 40 Jahre den Sternenhimmel fotografiert und immer noch kein gutes Bild“, habe er einige Interessensgenossen sagen hören. So weit möchte es Markus Paul auf keinen Fall kommen lassen.

Jetzt hat der Fröndenberger ein Gesellschaftsspiel entwickelt, das sich um Sternbilder dreht. Eigentlich hätte er es ab Donnerstag, 22. Oktober, auf der großen Spielemesse in Essen einem interessierten Fachpublikum vorgestellt. Doch die „Spiel“ fällt wie so viele Veranstaltungen dieses Jahr coronabedingt aus.

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Vier Monate hat der Hobby-Astronom, der – wie er selber sagt – eigentlich gar kein Spieletyp ist, am Prototyp von „Game of Constellation“, dem Spiel der Sternbilder, gearbeitet. Er wollte ein Familienspiel entwickeln, das keinen reinen Fantasy-Charakter hat, „sondern bei dem man auch etwas lernt“.

Drei Spiele in einem

„Game of Constellation“ ist eigentlich eine Mischung aus drei verschiedenen Spielen. Zunächst wird ein klassisches Memory auf Zeit gespielt, bei dem die Spieler Sternbilder und ihre mythologische Entsprechung zusammensuchen. In einem zweiten Schritt gilt es, die Sternbilder auf einem Spielfeld zu suchen und seine Spielfiguren dort zu platzieren. In einem dritten Schritt würfeln sich die Spieler durch einen Rundkurs und passieren so Felder, an denen verschiedenen Aufgaben warten. Es gilt Fragen zur Astronomie zu beantworten und Begriffe zu zeichnen oder zu kneten. So erspielen sich die Teams Steine, um ihre Sternbilder freizuspielen. Wer die meisten hat, gewinnt.

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Das klingt ganz schön kompliziert, soll aber schon für Kinder ab zehn Jahren geeignet sein, sagt Markus Paul, der schon beim Prototyp keine halben Sachen gemacht, die Felder und Karten professionell bedruckt hat. Denn er möchte das Spiel unter anderem mit den Kindern im grünen Klassenzimmer des Sauerlandparks in Hemer spielen. Und er könnte sich auch vorstellen, damit mal in den Treffpunkt Windmühle zu kommen.

Auf Youtube


Digitaler Spiele-Stream

  • Wer sich einen Eindruck von dem Spiel verschaffen möchte, kann Markus Paul am Samstag, 24. November, um 20 Uhr live beim Spielen zusehen.
  • Der virtuelle Spieleabend läuft unter https://youtu.be/SbdB4JnlY7c
  • Informationen zur Spielemesse in Essen und der diesjährigen digitalen Version gibt‘s unter https://www.spiel-messe.com/de
  • Der Autorenseite von Markus Paul ist nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für Verlage sichtbar.

Die Hoffnung, dass große Verlage auf sein Spiel aufmerksam werden, hat Markus Paul gar nicht. Er möchte nun erst einmal abwarten und schauen, ob es auch im kleinen Rahmen ankommt. Und so ganz fällt die Spielemesse dieses Jahr auch gar nicht aus. Der Fröndenberger hat einen virtuellen Autorenstand in der digitalen Version. Seine Autorenseite können Verlage dort von Donnerstag bis Sonntag, 25. Oktober, einsehen.

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