Sperrung der Marktdurchfahrt: Jetzt werden Standorte für die Poller gesucht

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Das nächste Kapitel in Sachen Sperrung der Marktdurchfahrt wird aufgeschlagen: Verwaltung und Politik werden im Juni bei einem Ortstermin die möglichen Standorte für Sperrpfosten ausgucken.

Fröndenberg

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Rat hat die Sperrung der Marktdurchfahrt beschlossen, das Bürgerbegehren ist – zumindest vorläufig – gescheitert. Gesucht werden nun geeignete Standorte für die Sperrpfosten in der Karl-Wildschütz-Straße.

Standort der Poller entscheidet über Zahl wegfallender Parkplätze

Die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses werden hierzu bei einem Ortstermin am Dienstag, 18. Juni, 15.30 Uhr, die Begebenheiten vor Ort in Augenschein nehmen. Bislang ist noch nicht festgelegt, ob die Poller direkt an der Einmündung zum Markt oder in der Zufahrt von Haus Hubertia platziert werden sollen. Je nach Lösung würden mehr oder weniger Kurzzeitparkplätze in der Karl-Wildschütz-Straße entfallen.

Sperrung der Marktdurchfahrt: Jetzt werden Standorte für die Poller gesucht

Die Sperrpfosten sollen künftig allgemeinen Autoverkehr über den Marktplatz unterbinden. Ausnahmen gibt es vor allem für Anlieger, Lieferanten und die Feuerwehr. © Freyth

Das Autoverbot auf dem Markt soll die Aufenthaltsqualität auf dem Platz, der im kommenden Jahr umgestaltet wird, erhöhen. So wünscht es sich zumindest die Mehrheit des Rates. Die Sperrpfosten sind aus Sicherheitsgründen aber ohnehin erforderlich. Nach Attentaten und Amokfahrten auf öffentlichen Plätzen wie zuletzt in Berlin und Münster müssen alle Veranstalter von Festivitäten, auch die Stadt selbst, Sicherheitskonzepte vorlegen. Ansonsten könnten zum Beispiel Fliegenkirmes, „Fröndenberg macht an“ oder Christkindelmarkt nicht mehr genehmigt werden, hatten Beigeordneter Heinz-Günter Freck und Bauamtsleiter Martin Kramme in der Vergangenheit betont.

Sperrpfosten sollen 6,8-Tonner aufhalten können

Die vorgesehenen Sperrpfosten sind in der Lage ein 6,8 Tonnen schweres Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h zu stoppen. Zudem verfügen die Poller über LED-Blinklichter und ein akustisches Signal. Die Poller zu versenken, dauert laut Verwaltung 4,5 Sekunden. Sie wieder hochzufahren acht Sekunden. Gesteuert werden die Poller über codierte Magnetkarten, die an Zufahrtsberechtigte ausgegeben werden.

Ausnahmeregelung für Anlieger, Lieferanten und Feuerwehrfahrzeuge

Das sind vor allem zwei Marktanlieger, die ansässigen Arztpraxen und die Feuerwehr. Ein eingebautes Steuerelement soll die Zufahrt am Vormittag für Lieferanten ermöglichen. An Markttagen könnte von 5.30 bis 7 Uhr die Zufahrt für Marktbeschicker freigegeben werden. Die Poller sollen zudem auch manuell mechanisch versenkbar sein.

Erfolgreiches Bürgerbegehren könnte Poller nicht aufhalten

Wegen der Sicherheitsauflagen werden die Poller auch unabhängig vom Ausgang der Klage der Initiatoren des Bürgerbegehrens installiert, betonte Heinz-Günter Freck zuletzt nochmals. Hat die Klage gegen den Rat Erfolg, muss das Bürgerbegehren, das sich gegen die Marktsperrung ausspricht, abgehalten werden. Sollte auch das Begehren erfolgreich sein, müssten die Poller aber wohl in der Regel im Boden versenkt bleiben.

Bau- und Verkehrsausschuss

Öffentlicher Ortstermin in der Karl-Wildschütz-Straße

  • Der öffentliche Ortstermin findet am Dienstag, 18. Juni, um 15.30 Uhr in der Karl-Wildschütze-Straße statt. Erwartet werden die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses, die Verwaltung sowie Vertreter der Straßenverkehrsbehörde.
  • Die Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses beginnt am selben Tag um 17 Uhr im Sitzungssaal des Stiftsgebäudes.
  • Auf der Tagesordnung stehen weitere Verkehrsmaßnahmen: unter anderem das halbseitige Parken auf dem Gehweg der Nordstraße sowie Verkehrssicherung auf der Kreuzung Von-Steinen-Straße/Mühlenweg/In der Twiete.

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