SPD-Vorschlag: Radler und Fußgänger gelangen sicher per Floß-Fähre über die Ruhr

dzGefahrenstelle Ruhrbrücke

Radler, die auf ihrem Weg über den Ruhrtalweg, per Fähren-Floß die Ruhr queren - dieses Bild könnte Wirklichkeit werden. Ein weiterer Vorschlag aus der Politik, um die Gefahrenstelle Ruhrbrücke zu entschärfen.

Fröndenberg

, 19.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein Bürgerantrag von Jochen Oberschelp hatte das Dauerthema wiederbelebt: Wie gelangen Fußgänger und die Radler sicher über die Ruhr? Dass die Ruhrbrücke von der Innenstand in Richtung Menden ein gefährlicher Knackpunkt ist, darin sind sich Politik und Verwaltung seit jeher einig. Doch wie dieser Gefahrenpunkt zu entschärfen ist, bleibt auch nach vielen Überlegungen und Vorschlägen unklar. Im jüngsten Bau- und Verkehrsausschuss gab es ebenfalls keine konkrete Lösung, aber einen Vorschlag von Kurt Potthoff (SPD), der aufhorchen ließ.

Zusätzliche Attraktion für den Ruhrtalradweg

Potthoff regte an, das Problem preiswert und unkonventionell mit festen Flößen zu lösen. Diese könnten dann per Seil an die jeweils benötigte Uferseite gezogen werden, so Potthoff. Das würde nicht nur die Kostenseite wesentlich attraktiver gestalten als ein weiterer Brückenbau, sondern dem Ruhrtalradweg auch eine zusätzliche Attraktion bescheren, meinte der Genosse.

Höhenunterschied, Hochwasser und andere Hindernisse

Die Stadtverwaltung hatte ihrerseits die Alternativen geprüft. Und festgestellt, dass neben der schwierigen Gewässerschutz- und Hochwasser-Problematik auch noch ein Höhenunterschied von drei bis vier Meter die Problemlösung erschwert. „Wir müssten die Radler im Himmelmannpark abfangen und auf die andere Flussseite bringen, dabei den Höhenunterschied überwinden“, sagte Markus Törnig von der Bauverwaltung. Das Problem wird verschärft durch den Umstand, dass die Ruhr gerade an der Stelle der benötigten Querung einen Flaschenhals bildet. „Mindest einmal im Jahr steht dieser Bereich unter Wasser“, sagte Törnig. Neue Fundamente zu errichten, sei mehr als schwierig. Alternativ könne man prüfen, ob eine an Eisenbahn- oder Ruhrbrücke angeflanschte Querungsmöglichkeit in Betracht komme. „Aber das müsste auch statisch überprüft werden“, sagt Törnig.

RVR als Betreiber des Ruhrtalradweges ins Boot holen

Fachbereichsleiter Martin Kramme sieht nicht allein Fröndenberg in der Pflicht, den Kreis Unna mit dem Märkischen Kreis sowie Fröndenberg mit Menden zu verbinden und den Gefahrenpunkt des übergeordneten Ruhrtalradweges zu entschärfen. „Der RVR als Betreiber des bundesweit an zweiter Stelle rangierenden Radweges müsste ein Interesse daran haben, diese Gefahrenstelle zu beseitigen“, so Kramme. Zumal er davon ausgeht, „dass die Wasserbehörde ein mächtiges Wort mitzureden hat“, will die Stadt nun den Ruhrverband ins Boot holen.

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