SPD-Kandidatin Sabina Müller: Als Bürgermeisterin auf Frecks Fachwissen zurückgreifen

dzSPD-Stadtparteitag

Auf dem SPD-Stadtparteitag ist Sabina Müller am Mittwochabend einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin gewählt worden. In ihrer Bewerbungsrede zog sie Vergleiche zu Konkurrent Heinz-Günter Freck.

Fröndenberg

, 15.01.2020, 21:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bislang war Sabina Müller erst designierte Kandidatin der SPD, vorgeschlagen vom Parteivorstand. Die Parteibasis wählte die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat am Mittwoch nun zur offiziellen Bürgermeisterkandidatin der Sozialdemokraten.

„Ich stecke voller Tatendrang - mir reicht ein bloßes Verwalten nicht aus.“
SPD-Bürgermeisterkandidatin Sabina Müller

22 Delegierte hatten die drei Ortsvereine zu der Wahlversammlung in den UKBS-Räumen in Ardey entsendet und 22 Ja-Stimmen entfielen in der geheimen Wahl auch auf die einzige Kandidatin des Abends.

Einer der ersten Gratulanten war nach SPD-Stadtverbandschef Torben Böcker der amtierende Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe.

Viel Leidenschaft und Kampfgeist will Müller offenbar bis zum 13. September, dem Tag der Wahl, einbringen, um Rebbe, der am vergangenen Wochenende 65 Jahre alt geworden ist, in dessen Amt zu beerben.

In ihrer Bewerbungsrede vor den Genossinnen und Genossen stellte Müller die Stärken ihrer Person und ihre politischen Schwerpunkte vor. Zu einer Stärke hatte sich zuvor bereits Torben Böcker geäußert, der begründete, warum der SPD-Vorstand Sabina Müller vorschlage: Sie sei nicht nur tief verwurzelt in der Fröndenberger Stadtgesellschaft und habe „das Ohr am Bürger“, sondern sei eben auch „keine klassische Verwaltungsfrau“.

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„Genau das sehen wir als Stärke an: dass sie keinen eingetretenen Pfaden folgt“, schickte Böcker voran. Sabina Müller nahm diesen Faden auf. CDU und FDP verwiesen bei ihrem Kandidaten Heinz-Günter Freck auf dessen großes Plus als langjähriger Verwaltungsmann.

„Bürgermeisterin geht auch anders“, entgegnete Müller dieser These: Bürgernähe sei für sie ein ganz wichtiges Kriterium für das Amt des Stadtoberhaupts. „Und dafür stehe ich.“

Als Bürgermeisterin auf Frecks Fachwissen zurückgreifen

Im Fröndenberger Rathaus gebe es hervorragendes Fachwissen, darunter auch jenes des Beigeordneten Freck, auf das sie als Bürgermeisterin vertrauen könne.

Als Ratsmitglied seit 2009 sei sie zudem bestens vertraut mit den lokalpolitischen Abläufen. Müller: „Ich weiß, wie der Hase läuft.“

Eine stärkere Einbindung der Jugend bei Entscheidungen, bezahlbarer Wohnraum und ÖPNV, ebenso Straßeninstandsetzung, ein moderner Bildungs- und Tourismusstandort oder Wiederaufforstungen als Beitrag zum Klimaschutz - einen ganz Katalog von Vorhaben nannte Sabina Müller als ihre Schwerpunkte.

Und auch hier ein Seitenhieb: „Ich stecke voller Tatendrang - mir reicht ein bloßes Verwalten nicht aus.“

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