SPD beklagt Stagnation bei der Akquise neuer Hotels und Bed & Breakfast

dzWarten auf Workshop

Stagnation beklagt die SPD beim Thema neue Hotels: Schon länger als ein Jahr warte man darauf, dass die Verwaltung ein Gespräch mit Experten für Akquise moderiert. Jetzt gibt es Druck.

Fröndenberg

, 06.02.2019, 13:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Überhaupt nicht einverstanden ist die SPD-Fraktion damit, wie mit ihrem Antrag zur Akquise von Beherbergungsbetrieben umgegangen wird: Vor mehr als einem Jahr habe man die Verwaltung aufgefordert, einen Workshop einzuberufen. Dort sollten nach dem Willen der Sozialdemokraten Möglichkeiten der Stadt für eine aktive Anwerbung erörtert werden. Fachleute aus dem Hotelgewerbe wollte man dazu befragen, bei welchen Beherbergungsformen es in Fröndenberg einen großen Bedarf gibt, ob für Radlerherbergen, Bed and Breakfast oder für größere Häuser. Bisher kam es zu keinem solchen Termin. „Was muss man als Stadt tun, damit sich hier Betriebe ansiedeln“, bringt SPD-Fraktionsvorsitzende Sabina Müller ihr Anliegen auf den Punkt.

SPD-Fraktionschefin erwartet jetzt „Engagement“ von der Verwaltung

Den Antrag habe man gestellt, kurz nachdem bekannt geworden war, dass das Alte Hotel am Park zum 31. Dezember 2017 für immer seine Pforten schließen würde. Eingezogen ist kein neuer Beherbergungsbetrieb, sondern ein Pflegeunternehmen. Verbunden war mit dem Antrag eine Sorge: Man habe in den Vorjahren eine überaus positive Entwicklung bei den Übernachtungszahlen beobachten können, habe von der Marke 20.000 Gäste pro Jahr ausgehend sogar 30.000 Besucher angepeilt. „Da waren wir auf einem richtig guten Weg“, so Müller. Weil zunehmend Gästebetten fehlen, zuletzt verstärkt durch die Schließung des Radhotels am Bahnhof, müsse die Verwaltung nun aber schnell und dringend aktiv werden. „Da erwarte ich jetzt Engagement“, sagt Müller. Wie sich das Neue Hotel am Park nach dem Verkauf an einen Investor entwickle, bleibe indes abzuwarten. Was sie zur Beschleunigung beitragen könne, sei, das Thema als Vorsitzende des Auschusses für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung am 21. März zu setzen.

Politik wartet auf Handlungsempfehlungen von Tourismus-Akteuren

Nachholbedarf an Informationen habe die Politik auch bei einem verwandten Thema: der Tourismus-Initiative. Seit mehreren Monaten werden in Arbeitsgemeinschaften auf verschiedenen touristischen Feldern Konzepte erarbeitet. „Wo die einzelnen Gruppen stehen, ist nicht wieder in den politischen Raum gespiegelt worden“, bedauert Müller. Da gehe es um das Thema „erlebbare Ruhr“ ebenso wie um die Nutzung des Flusses durch die Kanuten, die stärkere touristische Vermarktung der Stiftskirche und des Heimatmuseums oder auch um ein Reitwegenetz. Auch hier habe die SPD eine Produktwerkstatt beantragt: Denn die Politik benötige Handlungsempfehlungen von den Akteuren, um notwendige Beschlüsse pro Tourismus fassen zu können.

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