Sozialhilfe beziehen in Fröndenberg immer weniger Menschen – eine Zahl überrascht besonders

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Sozialhilfe spielt in Fröndenberg weiter eine relativ untergeordnete Rolle. Die Zahl der Empfänger ist 2018 nochmals gesunken. Liegt diese Entwicklung im Trend, überrascht in der Stadt eine andere Zahl besonders.

Fröndenberg

, 04.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Landesweit beziehen in Nordrhein-Westfalen elf von Hundert Personen Sozialleistungen, in Fröndenberg sind es nur sieben von Hundert. Der Bezug von Sozialhilfe geht in der Stadt allgemein weiter zurück – selbst bei einer Gruppe, die in NRW wieder stärker auf staatliche Hilfen angewiesen ist.

Sozialhilfe bezogen in Fröndenberg 1468 Personen im Jahr 2018

In Fröndenberg erhielten 2018 noch 1468 Personen in irgendeiner Form Sozialhilfe, das war ein Rückgang um 4,8 Prozent. Setzt man diese Zahl ins Verhältnis zur Einwohnerzahl Fröndenbergs ergibt sich eine Quote von 7,1 Prozent an Hilfebedürftigen – bester Wert hinter Werne.

Einen erfreulichen Trend gibt es auch bei der Zahl der Kinder unter 18 Jahren, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Zwischen 2011 und 2016 gab es hier noch einen beständigen Anstieg, auch schon vor dem Zuzug vieler Asylbewerber.

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Nach den Angaben des Statistischen Landesamtes waren 2018 zwar immer noch 12 Prozent aller Kinder in Fröndenberg auf Sozialhilfe angewiesen, damit aber immerhin 0,7 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2016, als der Spitzenwert der Asylbewerber in der Stadt erreicht war, schnellte die Quote bei den Kindern ebenfalls auf 13,6 Prozent hoch.

Zum Vergleich: Dieser Wert hatte in Fröndenberg im Jahr 2011 erst bei 8,5 Prozent gelegen, stieg schon bis 2014 auf 11,2 Prozent.

Je nach Erwerbsfähigkeit, Alter oder Herkunft gibt es unterschiedliche Empfänger von Sozialleistungen. Weil gerade die Zahl der Asylbewerber stark schwankt, werden die Trends beim Bezug von staatlicher Unterstützung erst deutlich, wenn die einzelnen Gruppen getrennt voneinander betrachtet werden:

  • Die Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld stellen auch in Fröndenberg die mit Abstand größte Gruppe dar. Arbeitslosengeld II, oder auch Hartz IV genannt, erhält, wer erwerbsfähig ist und seinen Lebensunterhalt nicht vollständig selbst bestreiten kann. Sozialgeld bezieht, wer nicht erwerbsfähig ist und mit einer erwerbsfähigen Person in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, die ALG II beanspruchen kann. In Fröndenberg ist dieser Personenkreis 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht von 1189 auf 1148 gesunken.
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung soll den Lebensunterhalt von Personen sicherstellen, die hilfebedürftig sind. Man muss dauerhaft voll erwerbsgemindert sein oder das gesetzliche Rentenalter erreicht haben. Die Zahl der Empfänger dieser Sozialhilfe ist in Fröndenberg gegen den Landestrend im vergangenen Jahr zurückgegangen von 242 auf 226 Personen. NRW-weit steigt diese Zahl kontinuierlich, so auch im Jahr 2018 wieder.
  • Eine weitere Form der Sozialhilfe ist die Hilfe zum Lebensunterhalt. Sie greift für einen kleinen Personenkreis, beispielsweise für befristet erwerbsgeminderte Personen, Kinder unter 15 Jahren oder Menschen in einem Alten-, Pflege oder Behindertenwohnheim. In Fröndenberg sind 2018 noch 16 Personen (2017: 15 und 2015: 33) erfasst worden, die Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen; allerdings nur solche außerhalb einer der genannten Einrichtungen.
  • Ebenfalls eine Form der Sozialhilfe beziehen Asylbewerber nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Diese Zahl schwankt in den vergangenen Jahren besonders stark. In Fröndenberg sind 2015 und 2016 wie in ganz NRW die Spitzenwerte erreicht worden: Damals erhielten 129 bzw. 255 Asylbewerber diese staatliche Unterstützung. Nach noch 96 Beziehern im Jahr 2017 sank die Zahl 2018 erneut auf jetzt 78.
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