Stauwehr in Westick: Software-Fehler war wohl schuld an Flutwelle

dzStadtwerke Fröndenberg

Vor rund zwei Wochen stieg der Pergel der Ruhr in Teilen Fröndenbergs kurzfristig um rund zwei Meter an. Die Flut zog unter anderem einen Teich leer und spülte Fische in den Hindenburghain.

Fröndenberg

, 10.12.2019, 10:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadtwerke Fröndenberg gehen davon aus, dass hinter der unbeabsichtigten Öffnung des Ruhrwehres vor rund zwei Wochen ein Programmierfehler steckt.

Nach ersten Erkenntnissen sei es zu der Fehlfunktion gekommen, weil eine neue Software-Version aufgespielt wurde. So öffnete sich ein Teil des Wehres in Westick unplanmäßig. Die Folge: Innerhalb von zehn Minuten war der Pegel der Ruhr um teilweise bis zu zwei Meter angestiegen und auf Höhe des Hindenburghains über die Ufer getreten.

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„Es ist ein Ernst zu nehmender Vorfall, der sich nicht wiederholen darf. Ich bin allerdings froh, dass niemand verletzt wurde“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann.

Das Sperre wurde relativ langsam hochgefahren. Eine Auswertung der Pegelmessungen hat ergeben, dass der Wasserstand pro Minute um etwa 20 Zentimeter angestiegen war. Neben den bereits bekannten Schäden an einem Fischteich nahe der Kiebitzwiese, konnten die Stadtwerke keine weiteren feststellen.

Der lokale Energieversorger, der für den Betrieb des Möllerkraftwerks Schwitten zuständig ist, arbeitet aktuell in der Leitwarte Fröndenberg/Menden mit einem Dienstleister zusammen an einer Automatisierung des aktuell noch manuell zu bedienenden Wehres.

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