Auch am 8. Juli gab es Schäden durch Hochwasser: Ein Teich hat sich hier vor einem Bauernhof in Dellwig gebildet. © Udo Hennes
Unwetter

Soforthilfe nach Hochwasser: Stadt Fröndenberg überrascht mit Aufruf

Soforthilfe haben in Fröndenberg bislang gerade 15 Haushalte beantragt. Der Aufruf der Landesregierung bezog sich nur auf Geschädigte vom 14. und 15. Juli. Die Stadt weitet den Aufruf nun aus.

Für Unmut bei Geschädigten des Hochwassers und lokalpolitische Initiativen Richtung Landesregierung hat die Soforthilfe gesorgt. Denn Opfer vom 4. Juli, dem Katastrophentag in Fröndenberg, blieben außen vor. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

»Diese Option sollte man sich offen halten.«

Beigeordneter Heinz-Günter Freck

Die Stadtverwaltung Fröndenberg empfiehlt nun auch den Betroffenen der Unwetterkatastrophe vom 4. und auch vom 8. Juli, den Antrag auf Soforthilfe fristwahrend bis zum 31. August zu stellen.

Stadt will möglichst genaues Schadensbild erlangen

Sollten die Unwetter an diesen beiden Tagen von der Landesregierung doch noch in das Soforthilfe-Programm aufgenommen werden, könne die Stadt die beantragten Gelder schnell auszahlen.

„Diese Option sollte man sich offen halten“, sagte Beigeordneter Heinz-Günter Freck am Freitag (30. Juli) im Gespräch mit dieser Redaktion. Das NRW-Innenministerium hatte bereits bestätigt, dass ein Verfahren eingeleitet sei, an dessen Ende die geltende Soforthilfe-Richtlinie von 2018 auch für Fröndenberg zum Zuge kommen könnte.

Laut Freck ist der Stadt ohnehin daran gelegen, dass der Verwaltung möglichst viele Schadensfälle bekannt werden. Man bekomme damit Kenntnis nicht nur von individueller Betroffenheit, sondern könne sich auch dem Gesamtbild der Schäden besser annähern.

Aus einer genauen Kenntnis der Betroffenheit bestimmter Ortslagen oder Straßenzüge könnten auch Argumente für künftig anstehende Maßnahmen für den Hochwasserschutz gewonnen werden.

Geschädigte, deren Schaden mindestens 5000 Euro beträgt, die nicht durch Versicherungsleistungen ersetzt werden, erhalten eine Soforthilfe von bis zu 3500 Euro. Gezahlt werden 1500 Euro pro Haushalt für die erste Person und 500 Euro je weiterer Person.

Auszahlung der Soforthilfe soll kurzfristig starten

Bisher liegen der Stadt 15 Anträge vor. Die relativ gering erscheinende Zahl mag an der bislang von der Landesregierung vorgenommenen Beschränkung auf die Unwetterereignisse vom 14. und 15. Juli liegen.

Die Auszahlung der Soforthilfe wird laut Stadtverwaltung bereits kurzfristig beginnen. Für Geschädigte, die sich über die Soforthilfe informieren möchten, ist unter Tel. (0 23 73) 976-293 weiterhin ein Infotelefon während der Rathausöffnungszeiten eingerichtet.

Weitere Informationen und die Antragsunterlagen gibt es online unter https://www.land.nrw/de/soforthilfe oder in ausgedruckter Form in der Zentrale des Rathauses, Bahnhofstraße 2, zu den Öffnungszeiten.

Über den Autor
Redaktion Fröndenberg
Geboren 1972 in Schwerte. Leidenschaftlicher Ruhrtaler. Mag die bodenständigen Westfalen. Jurist mit vielen Interessen. Seit mehr als 25 Jahren begeistert an lokalen Themen.
Zur Autorenseite
Marcus Land

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.