Saisonehe mit Schichtwechseln: So lebt das Storchenpaar auf der Kiebitzwiese

dzNaturschutzgebiet Kiebitzwiese

Gesucht und gefunden haben sich zwei Störche auf dem Horst an der Kiebitzwiese in Fröndenberg. Der Nachwuchs in Form von Eiern liegt auch schon im Nest - und könnte Mitte Mai schlüpfen.

Fröndenberg

, 03.05.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frühlingsgefühle liegen an der Kiebitzwiese in der Luft: Die Heckrinder haben Nachwuchs bekommen - und dass das auch in diesem Jahr wieder bei den Störchen klappt, hoffen Vogelfreunde und Ornithologen, die die Tiere gerne beobachten.

Nachdem schon Mitte März ein Storch auf der Kiebitwiese Halt machte, hat sich nun ein Paar zusammengefunden, wie der Vogelkundler Gregor Zosel berichtet. Noch am Mittwoch konnte er das Liebesglück sichten und ein Foto von den beiden Vögeln schießen.

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Ein Paar seien die Störche auf dem Horst schon seit mehreren Wochen, so Zosel. „Während im vergangenen Jahr beide Altvögel unberingt waren, trägt in diesem Jahr das Weibchen einen Ring. Somit ist zumindest das Weibchen ein anderes als im letzten Jahr“, erklärt der Vogelexperte.

Vermutlich war das Männchen schon mal da

Ob das Männchen auch ein anderes ist, könne man nicht feststellen. Es liege allerdings nahe, dass es schon mal da war: „Störche führen eine Saisonehe, sind aber ihrem Horst treu. Deshalb ist vermutlich das Männchen dasselbe wie im letzten Jahr.“

Erstmals konnten auf der Fröndenberger Kiebitzwiese 2019 Weißstörche Nachwuchs großziehen. Das Jungtier stolzierte gesund und munter durchs Feuchgebiet.

Erstmals konnten auf der Fröndenberger Kiebitzwiese 2019 Weißstörche Nachwuchs großziehen. Das Jungtier stolzierte gesund und munter durchs Feuchgebiet. © Gregor Zosel

Nach dem Ausbau des Nestes brüte das Paar nun seit Mitte April. Meist sehe man nun nur den gerade brütenden Weißstorch auf dem Horst. Zum „Schichtwechsel“ könne man das Glück haben, beide Altvögel am Nest zu beobachten. Die Brutzeit von Störchen betrage knapp über 30 Tage, sodass mit dem Schlüpfen des ersten Jungvogels Mitte Mai zu rechnen ist.

Paar brütet seit Mitte April

Die Störche, die im vergangenen Jahr auf dem Horst auf der Kiebitzwiese gebrütet hatten, waren zum ersten Mal erfolgreich. Seit die Ornithologen das Gebiet beobachten, hatte es bis 2019 noch kein Paar geschafft, Nachwuchs großzuziehen. Das liegt unter anderen daran, dass die kleinen Vögel im Nest Wetterextremen schutzlos ausgeliefert sind.

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Nicht nur Kälte und starker Regen schaden dem Storchennachwuchs. Im vergangenen Jahr war es wohl die extreme Trockenheit und Hitze, die einem der beiden Jungtiere zum Verhängnis wurde. Am Ende hatte nur ein kleiner Storch überlebt.

Gregor Zosel, der die Kiebitzwiese fast täglich besucht, liegt noch etwas auf dem Herzen: „Auch auf dem Aussichtshügel gelten die Corona-Verhaltensregeln.“ Gerade bei schönem Wetter beobachte er Gruppen und Menschen, die nicht ausreichend Abstand voneinander halten.

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