So lange bis es klappt: Miniphänometa der Gesamtschule lädt zum Experimentieren ein

dzNaturwissenschaften

Einen neuen Zugang zu den Naturwissenschaften öffnet die Miniphänometa der Gesamtschule Fröndenberg. Grundschüler kommen regelmäßig vorbei, um zu experimentieren.

Fröndenberg

, 07.12.2018, 15:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angestrengt versucht Ilnan, den Tischtennisball so an einer Plastikflasche zu fixieren, dass er ohne Kleber an der Flaschenöffnung hängen bleibt. Ein paar Versuche und hilflose Blicke in Richtung Annegret Brehmen-Baumann später schafft er es ganz alleine – die Lösung ist Wasser in der Flasche. Ilnan strahlt über das ganze Gesicht und ruft dann laut nach seinem Freund, um ihm zu zeigen, was er ganz alleine geschafft hat. „Wir verraten nicht, wie es funktioniert“, sagt die Mathe- und Biologielehrerin Brehmen-Baumann. Hilfestellung gibt es bei der Miniphänometa der Gesamtschule nicht. Die Schüler sollen eigenständig an den 18 Stationen herumexperimentieren. Brehmen-Baumann baut sie regelmäßig mit ihrer zehnten Klasse auf, wenn Grundschulkinder aus dem Kreis Unna kommen.

Im vergangenen Jahr haben Schüler die interaktiven Experimentierstationen im Rahmen der Projektwoche gebaut. Unterstützt wird das Projekt vom Förderverein für das zdi-Netzwerk Perspektive Technik, Teil der NRW-weiten Gemeinschaftsoffensive „Zukunft durch Innovation.NRW“. Das Netzwerk lädt regelmäßig Grundschüler aus dem ganzen Kreis in die Gesamtschule ein, um zu experimentieren. Brehmen-Baumann baut dann mit ihrer zehnten Klasse die einzelnen Stationen auf. „Es ist dann schon schwer, die Zehntklässler da wieder wegzubekommen“, sagt sie. Und auch die Schüler der Gemeinschaftsgrundschule haben am Freitag bei ihrem Besuch sichtlich Spaß. Sie müssen selbst ausprobieren und diskutieren, um zu einer Lösung zu gelangen. Weder Brehmen-Baumann, noch die Coaches aus der zehnten Klasse verraten, wie etwas funktioniert. Eine Station ist besonders anziehend für die Kinder. Sie müssen an ihr versuchen, einen Parcours so aufzubauen, dass die Kugel so langsam wie möglich herunterrollt. „Normalerweise geht es bei Kindern immer darum, der Schnellste zu sein. Hier ist es andersherum“, so die Projektleiterin.

So lange bis es klappt: Miniphänometa der Gesamtschule lädt zum Experimentieren ein

Thomas, Nina und Jesper (v.l.) haben es geschafft: Der kleine Tischtennisball klebt wie durch Magie an der Plastikflasche. Kleber ist nicht im Spiel. © UDO HENNES

Obwohl die Miniphänometa sich eher an Grundschüler richtet, haben auch ältere Gesamtschüler ihren Spaß daran gefunden. Brehmen-Baumann könne sich gut vorstellen, ein paar der Stationen in dem Forum des neuen Jahrgangsclusters für den fünften Jahrgang unterzubringen. Der Jahrgangsbereich soll zum Schuljahr 2019/20 fertig sein. Die Experimentierstationen böten eine Beschäftigung, die nicht nur Spaß macht, sondern die Kinder auch weiterbringt. „Das auf diese Art und Weise erworbene Wissen ist unglaublich stabil“, so die Lehrerin.

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