Ortstermin und Probelauf: So aufwendig ist die Vorbereitung auf eine Corona-Saison

dzWiedereröffnung Kettenschmiedemuseum

Von der offiziellen Erlaubnis des Landes, in der Corona-Krise wieder öffnen zu dürfen, bis zu einem fertigen Konzept, das allen Hygienevorschriften gerecht wird, kann es ein langer Weg sein.

Fröndenberg

, 19.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Förderverein Kulturzentrum möchte das Kettenschmiedemuseum wieder öffnen. Nicht zuletzt, weil der Verein in diesem Jahr auf finanzielle Unterstützung der Stadt zurückgreifen muss – und auf der anderen Seite dafür auch etwas bieten möchte.

Die schrittweise Lockerung der Sicherheitsvorschriften, sei es an Schulen oder Kultureinrichtungen, ist für deren Leiter und Betreiber oft eine große Herausforderung – und trotz guten Willens nicht von einem auf den anderen Tag umzusetzen. Das Beispiel des Westfälischen Kettenschmiedemuseums zeigt, dass es Tage und Wochen dauern kann, bis ein Konzept entwickelt ist, das allen Anforderungen an die neue Situation gerecht wird.

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Fachbereichsleiter Christoph Börger von der Fröndenberger Stadtverwaltung erklärt, dass die Stadt derartige Konzepte nicht offiziell abnehmen muss. Die Mitarbeiter des Ordnungsamts stünden aber in Kontakt mit Vereinen, wenn es um die Wiedereröffnung von Einrichtungen geht. So sei es auch bei den Sportvereinen, die Trainings- und Spielbetrieb in ihren Hallen und auf den Plätzen der Stadt wieder aufnehmen möchten.

Grünes Licht muss die Stadt offiziell gar nicht geben

„Wir müssen nicht offiziell grünes Licht geben“, sagt Christoph Börger. Wohl aber sei das Ordnungsamt im Nachhinein dafür zuständig, zu prüfen, ob die Hygienevorschriften eingehalten werden. Da böte es sich also an, schon im Vorfeld einer Öffnung mit dem Ordnungsamt Absprachen zu treffen.

Im Fall des Fördervereins Kulturzentrum, der Kulturschmiede und Kettenschmiedemuseum betreibt, hat es einen Ortstermin gegeben. Vertreter des Vereins und Vertreter der Stadt sind das Konzept in der Kettenschmiede durchgegangen. Es sieht eine maximale Besucherzahl mit festgelegter Besuchszeit und festen Stehplätzen innerhalb des Museums vor.

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Vonseiten der Stadtverwaltung seien einige Anregungen gemacht worden, wie das Konzept noch weiter verbessert werden kann. Nun soll es zusätzlich zu dem Ortstermin noch eine Art Testlauf geben.

Kettenschmiedemuseum soll im Juni öffnen

Wenn sich dabei zeigt, dass das neue Museumskonzept auch praxistauglich ist, möchte der Förderverein Kulturzentrum den Betrieb am ersten Sonntag im Juni, vielleicht auch schon am letzten Sonntag im Mai wieder aufnehmen.

Kabarett und Konzerte in der Kulturschmiede nebenan, die auch der Förderverein Kulturzentrum betreibt, finden voraussichtlich erst ab September wieder statt. Unter welchen Bedingungen größere Veranstaltungen dann wieder stattfinden dürfen, ist noch unklar.

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