Second-Hand-Kaufhaus zieht in ehemalige Rossmann-Filiale an der Alleestraße

dzNeueröffnung im Dezember

An der Alleestraße wird es bald einen Leerstand weniger geben. Die Diakonie Ruhr-Hellweg möchte in Fröndenberg wieder ein Sozialkaufhaus errichten.

Fröndenberg

, 09.10.2019, 13:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaufnett: Der Name lässt bereits erahnen, was das Geschäftskonzept der Second-Hand-Kette der Diakonie Ruhr-Hellweg ausmacht: Die Läden sind nicht nur Beschäftigungs- und Inklusionsprojekte, in denen Langzeitarbeitslose und Schwerbehinderte arbeiten. Bei Kaufnett können Menschen auch für kleines Geld Gebrauchtes kaufen. Damit tun sie dem Geschäft und im Sinne der Nachhaltigkeit auch der Umwelt etwas Gutes. Sie kaufen eben nett.

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Im ehemaligen Rossmann an der Alleestraße, einem großen Leerstand, soll ein solches Geschäft im Dezember eröffnen. Das bestätigt Christine Weyrowitz, Fachbereichsleiterin Arbeit und Entwicklung bei der Diakonie Ruhr-Hellweg auf Nachfrage. Mit dem 4. Dezember steht sogar schon ein Eröffnungsdatum fest. Ab 11 Uhr wird das Sozialkaufhaus seine Türen aufmachen.

Second-Hand-Laden ist nicht nur für Bedürftige

Und das nicht nur für Bedürftige, sondern für alle Fröndenbergerinnen und Fröndenberger. „Bei uns kann jeder etwas spenden oder einkaufen“ , erklärt Weyrowitz.

Rund 80 Prozent der Kunden in den sechs weiteren Filialen würden Transferleistungen beziehen, es kämen aber auch Leute, die gezielt Trödel und Liebhaberstücke wie zum Beispiel Sammeltassen suchen. Und neu hinzugekommen ist inzwischen eine Kundengruppe, die bewusst Gebrauchtes kauft, um nachhaltig zu konsumieren.

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Dass sich niemand schämen müsse, in einem Sozialkaufhaus einzukaufen, und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gehören bei Kaufnett zur Geschäftsphilosophie. Verkauft werden Kleidung, Haushaltsgegenstände wie Glas und Porzellan sowie Möbel, Spielzeug, Kinderwagen und Ähnliches. „Wir nehmen auch erst mal alles an“, sagt Weyrowitz von der Diakonie.

Altkleider werden bei der Diakonie zu neuen Teilen umgenäht

Vor allem an Kleidung könne zunächst einmal alles abgegeben werden. Denn bei der Diakonie gebe es eine Abteilung, die beschädigte Altkleider zu neuen Teilen umnäht und so weiterverwertet. „Jeder, der etwas spendet oder einkauft, tut etwas Gutes“, sagt Weyrowitz.

Von den Kunden profitieren die zwölf Angestellten des Beschäftigungsprojekts, für die in Fröndenberg in Kooperation mit dem Jobcenter neue Stellen geschaffen wurden. Dazu zählen zum Beispiel auch alleinerziehende Mütter. Vor einigen Jahren habe es bereits ein kleines Second-Hand-Geschäft der Diakonie am Marktplatz gegeben. Deswegen wollte man gerne in die Ruhrstadt zurück.

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