Schutz vor den Wassermassen in Ostbüren ruft Politik auf den Plan

dzAnträge von CDU und SPD

Nicht länger alleingelassen mit den Wassermassen sind die Anwohner in Ostbüren. Während am Mittwoch schon wieder Überschwemmungen drohten, macht jetzt auch die Politik die Welle für den Hochwasserschutz.

Ostbüren

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Starkregenereignis vom 28. Mai überschwemmte wie berichtet Teile von Dellwig, Frömern und Ostbüren. Besonders die Anwohner in Ostbüren traf es hart, machte die Schlammwelle auch vor Kellern und sogar Wohnzimmern nicht Halt. Nicht zum ersten Mal setzte der Starkregen Ostbüren unter Wasser. Und wohl auch nicht zum letzten Mal, war es am Mittwochnachmittag doch beinahe wieder soweit. Grund genug für Anwohner der Straße Am Obsthof sowie für die Landwirte, im Ausschuss am Donnerstag die Einwohnerfragestunde zum Nachhaken zu nutzen.

Schutz vor den Wassermassen in Ostbüren ruft Politik auf den Plan

Die Frömerner Straße war nach den starken Regenfällen am Mittwoch (12. Juni) von Schlamm überschwemmt, der vermutlich die Kanäle verstopfte. © Marcus Land

Auskoffern der Gräben und weiterer Maßnahmenplan gefordert

Während die Behörden nach dem Hochwasser zunächst kaum Möglichkeiten zur Abhilfe sahen, fühlen sich die Ostbürener alleingelassen mit den Wassermassen. Oder besser gesagt: fühlten. Denn jetzt gibt es Rückendeckung vonseiten der Politik. Sowohl die CDU-Fraktion als auch die SPD-Fraktion haben Anträge an die Stadtverwaltung gestellt, den Hochwasserschutz in Ostbüren zu verbessern.

Die CDU-Fraktion verbindet diese Forderung mit konketen Maßnahmen: Der ursprüngliche Graben an der Straße „Am Obsthof“ müsse ausgekoffert und wiederhergestellt werden, die Querschnitte des Kanalsystems überprüft und gegebenenfalls weitere Abwassersysteme eingebaut werden. Zudem müsse der Kreis als Straßenbaulastträger für die Ostbürner Straße gebeten werden, die Senke vor der Einfahrt Am Obsthof/Burgstraße bis zur GWA zu überprüfen und den Wasserablauf zu verbessern. Bekanntlich staut sich das Wasser besonders in der Kuhle vor dem Hof Pieper an der Ostbürener Straße 181.

Neubaugebiet bringt zusätzliche Regenmengen, sagen Anwohner

„Gespräche mit Anwohnern der Straße Am Obsthof hinterlassen den Eindruck, dass seit Entstehung des Neubaugebiets An der Heide zusätzliche Regenmengen die Straße herunterkommen“, schreibt die Fraktionsspitze der CDU an die Verwaltung. Auch SPD-Ratsherr Sebastian Kratzel hat die Anwohnerklagen vernommen und fordert in seinem Antrag einen Maßnahmenplan, der „zeitnah und nachhaltig“ die Betroffenen vor Überschwemmungen schützt. Dieser Plan solle in Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten und den zuständigen Behörden erstellt werden. „Da es sich hier um ein umfassendes Problem handelt, erfordert die Planung und Umsetzung eine Beteiligung aller Betroffenen“, meint Kratzel. Einen Termin mit den Behörden hatten derweil auch die Ostbürener direkt nach dem Hochwasser gefordert. Immerhin ließ die Stadtverwaltung am Mittwoch (12. Juni) schon einmal Kanaleinläufe von einer Fachfirma überprüfen, nachdem sich diese erneut zugesetzt hatten.

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