Schulwegsicherung: Stadt wertet 300 Fragebögen von Eltern und Kindern aus

dzFaktor Parken

Die Stadt will Schulwegpläne für alle Grundschüler erstellen. Derzeit müssen 300 Fragebögen mit Hinweisen und Wünschen ausgewertet werden. Eine Rolle spielt dabei auch künftiges Parken.

Fröndenberg

, 15.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Einen großen Rücklauf hatte die Stadt bei ihrer Fragebogenaktion: An allen drei Grundschulen gaben mehr als 50 Prozent der Eltern und ihre Kinder Wünsche, Hinweise und Anregungen für einen sicheren Schulweg zu Protokoll. Diese Fragebögen wertet die Stadt derzeit aus. Ein wichtiger Aspekt dabei: Welche Rolle spielt das Parken von Fahrzeugen am Straßenrand für einen sicheren Schulweg? Dabei geht es sowohl um erlaubtes als auch um verbotenes Abstellen von Fahrzeugen auf Straßen oder Gehwegen. Denn: Die Parkplatznot ist in Fröndenberger Wohngebieten dort groß, wo sich in der Nachbarschaft öffentliche Einrichtungen befinden. Das ist an den Friedhöfen ebenso der Fall wie an den Grundschulstandorten in der Stadtmitte und in Langschede. Erst im Sommer war größerer Unmut bei Eltern aufgekommen, die am Einschulungstag „wild“ in den Nebenstraßen geparkt und dafür ein Knöllchen kassiert hatten.

Parkmöglichkeiten werden im Rahmen der Schulwegpläne überprüft

Das Ordnungsamt hatte daraufhin auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt, dass man die Gemeindestraßen genauer unter die Lupe nehmen wolle: Wenn das halbseitige Parken auf Gehwegen – ausnahmsweise – erlaubt werden könne, werde man entsprechende Markierungen vornehmen. Wegen der zumeist schmalen Straßen- und Gehwegbreiten kämen aber wohl nicht viele Wohngebiete dafür in Frage, schränkte die Stadt bereits damals ein. Diese Überprüfung wird es aber bis zum Jahresende nicht geben. Derzeit arbeitet die Stadt Schulwegpläne für die Grundschüler aus, wobei das Thema Gehwege und Parken ebenfalls eine große Rolle spielt. „Bis zum Frühjahr haben wir das Thema halbseitiges Parken auf Gehwegen daher zurückgestellt“, erläuterte Matthias Weischer. Derzeit werte man 300 Fragebögen aus, in denen Eltern und Kinder ihre Wünsche, Hinweise und Anregungen eintragen konnten. Da geht es zum Beispiel um gefährliche Straßenquerungen oder eben auch um schlechte Sicht auf die Straße wegen parkender Fahrzeuge. „Es wäre daher kontraproduktiv, wenn wir schon vorher irgendwo das halbseitige Parken erlauben würden“, betonte der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes. Zurzeit sei in Fröndenberg lediglich an zwei Bereichen das halbseitige Parken auf Bürgersteigen gestattet: in einem Teil der Alleestraße, weil der Gehweg breit genug sei, und in der Irmgardstraße, die keine Durchgangsstraße sei. Man werde habe das halbseitige Parken aber weiterhin auf dem Schirm. „Wir wollen im Rahmen der Schulwegsicherung für alle die bestmöglichen Lösungen finden“, sagte Matthias Weischer zu.

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