Schulweg-Banner: Als Autofahrer rast man hier schnell dran vorbei

dzIn Langschede

Die Schulweg-Banner der Verkehrswacht sorgen für mehr Aufmerksamkeit der Autofahrer. Zum Start des neuen Schuljahres hängen auch in Langschede drei Banner – die Standorte sind nicht optimal.

Langschede

, 29.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Pünktlich zum Beginn des Schuljahres zwar, aber nicht unbedingt in der gewünschten Weise, machen drei Banner Autofahrer jetzt auf den Schulweg zur Sonnenbergschule aufmerksam.

„Wir hätten uns schon gewünscht, dass man die Banner prägnanter hätte aufstellen können“, sagte Klaus Böning von der Stadtteilkonferenz West zu unserer Zeitung. Über das Gremium war ein Bürgerantrag für mehr Verkehrssicherheit bei der Stadt eingereicht worden. Zuständig für die Ardeyer Straße ist allerdings der Landesbetrieb Straßen NRW. Dort lehnte man die Straße überspannende Banner ab (wir berichteten). Die Banner hängen nun längs der Fahrbahn, sind also im Vorbeifahren nur eingeschränkt erkennbar.

Immerhin hängen vor dem Schulstart schon drei Banner rund um die Sonnenbergschule

Man habe daher zügig vor dem Schulstart gemeinsam mit der Verkehrswacht noch das Machbare umgesetzt, erläuterte Klaus Böning. Gemeinsam mit Manfred Grod, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Unna und pensionierter Polizist, und Thomas Bruns von der Straßenmeisterei Unna brachte er die Banner rund um die Sonnenbergschule an.

„Auf Initiative der Schulleitung und der Schulpflegschaft wurde hier ein Baustein zur Schulwegsicherheit beigetragen, der zur Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer aufruft“, teilt Klaus Böning mit. Die Initiative war anschließend in der Stadtteilkonferenz West aufgegriffen worden.

Klaus Böning hat sich darüber informiert, dass Unfälle mit Kindern nach wie vor „zum traurigsten Kapitel unseres Verkehrsalltages“ gehören. Im Durchschnitt komme nach seinen Recherchen pro Jahr alle 19 Minuten ein Kind im Alter von unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden. Insgesamt seien es über 28.000 Kinder, die jedes Jahr auf Deutschlands Straßen verunglücken.

Kleinkinder im Alter bis sechs Jahren verunglückten am häufigsten im Pkw ihrer Eltern. Ab dem Schulalter nehmen Kinder aber mehr und mehr selbstständig als Fußgänger oder Radfahrer am Straßenverkehr teil.

Elektronische Anzeigetafeln sind wünschenswert, aber auch teuer

Daher starteten die Sonnenbergschule und die Eltern auch die Initiative. Wobei es bei den Bannern, die in der Nähe des Bahnübergangs, am Haferkamp und gegenüber des Dorf-Cafés hängen, nicht bleiben muss.

Man arbeite derzeit daran, besser sichtbare Schilder aufstellen zu können, kündigt Klaus Böning an. Diese dürfen nicht in den Verkehrsraum hineinragen und müssen je nach Träger auch einer Windlast standhalten können. Elektronische Tafeln seien wünschenswert, aber auch kostspielig.

Die Verkehrswacht hat auf der Ardeyer Straße Banner zur Schulwegsicherheit angebracht.

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