Schulen wünschen sich Bildungsbüro: Diskussion mit Politik und Verwaltung läuft holprig

dzKooperation und Vernetzung

Der Schulentwicklungsplan für Fröndenberg ist aufgestellt. Jetzt gilt es auf Zahlen Taten folgen zu lassen. Die aktuell größte Herausforderung: Ein konstruktiver Dialog aller Beteiligten.

Fröndenberg

, 12.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Stadtverwaltung hat wie berichtet ein externes Unternehmen beauftragt, einen Schulentwicklungsplan für die kommenden fünf Jahre aufzustellen. Dieser bietet darüber hinaus einen Ausblick bis 2032. Fazit: Die Zahl der Kinder, die in Fröndenberg eine Schule besuchen, nimmt langsam ab. Zunächst ist die GSF als weiterführende Schule betroffen. Die Zahl der Grundschüler wird in naher Zukunft noch relativ konstant bleiben.

Schulentwicklungsplan sei ein reines Zahlenwerk

Als reines Zahlenwerk kritisierte die SPD den Schulentwicklungsplan, der über die Statistische Darstellung der Bevölkerungsentwicklung hinaus nur grob skizziert, wie Schulen und Schulträger adäquat auf die Prognosen reagieren sollten. Während die Verwaltung der Nachbarstädte gebeten wurde, zur Schulentwicklung in Fröndenberg Stellung zu nehmen, beklagt Barbara Streich von den Grünen im Schulausschuss eine fehlende Stellungnahme der heimischen Stadtverwaltung. Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe erklärte dazu, dass die Stadt zu dem Papier nicht Stellung nehmen müsste. Es sei ja gerade in die Hände eines externen Unternehmens gegeben worden, weil der Verwaltung entsprechende Expertise fehlt.

Auf die Entwicklung muss reagiert werden

In der Diskussion wurde deutlich, dass auf die Entwicklung der Schülerzahlen reagiert werden muss. Auch mit Blick darauf, dass Grundschüler vor kurzer Zeit nach Bilmerich abwanderten. Und es wurde ebenfalls deutlich, dass die Diskussionskultur zwischen Stadtverwaltung und Schulleitungen ausbaufähig ist. So wünschen sich die Schulleiter etwa ein Gremium, in dem Verwaltung und Politik sowie andere Bildungseinrichtungen an einem Tisch sitzen und derartige Fragen besprechen. Dass es dies mit einem sogenannten Schulleitergespräch bereits gebe, entgegnete der Bürgermeister. Vom Schulleiter der GSF Klaus de Vries wird das Schulleitergespräch allerdings nicht als Raum für solche Diskussionen wahrgenommen.

Auch Jürgen Haverkamp, Leiter der Overbergschule, wünscht sich, dass die Verwaltung mehr tut. „Wie können wir mit Bildungseinrichtungen wie etwa den Kitas zusammenkommen“, fragt er stellvertretend für seine Schulleiterkollegen der Grundschulen. Die Koordination einrichtungsübergreifender Kommunikation und Kooperation übersteige die Kapazitäten der Schulleitungen. Deshalb sind sich die Schulleiter der Fröndenberger Schulen einig, dass die Stadt ein Bildungsbüro braucht.

Diskussion geht im nächsten Schulausschuss weiter

Ob das Eltern und Kindern wirklich etwas nütze, fragte die CDU. Welche Aufgaben so ein Bildungsbüro übernehmen sollte, fragte die SPD. Fraktionsübergreifend kam die Politik überein, dass die Schulleitungen ihre Wünsche konkretisieren sollten. Dann könne die Verwaltung ihrerseits reagieren und durchdenken, ob finanzielle und personelle Ressourcen für ein Bildungsbüro bereitgestellt werden können. Im nächsten Schulausschuss soll das Thema dann mit konkreteren Ideen weiter besprochen werden.

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