Schützenhalle ohne Mieter: Bis Ostern sehen die Adler-Schützen noch schwarz

dzSchützenverein Adler Hohenheide

Die Schützenhalle der Adler Hohenheide ist eine beliebte Location für öffentliche sowie private Feiern in Fröndenberg. Derzeit bleiben die Buchungen jedoch aus, dem Verein fehlen die Einnahmen. Was bedeutet das?

Fröndenberg

, 21.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Derzeit ist es ungewohnt ruhig bei den Adler-Schützen Hohenheide: Nicht nur das Vereinsleben steht coronabedingt eher still, auch die Festhalle, in der sonst Hochzeiten, Geburtstage und Partys aller Art gefeiert werden, bleibt derzeit ungenutzt.

Zwar zeigt der Belegungsplan für den Monat November ein reserviertes Wochenende an, und auch im Dezember sind dort drei Termine als „gebucht“ markiert, jedoch spiegelt dieser Kalender nicht den aktuellen Sachstand wieder, wie der Vereinsvorsitzende Ingo Rellmann berichtet: „Bestimmte Termine wurden bereits am Anfang des Jahres vorgemerkt, als noch keiner eine Ahnung von der Pandemie hatte. Diese stimmen natürlich jetzt nicht mehr.“

Jetzt lesen

Veranstaltungen bis ins kommende Jahr abgesagt

Aufgrund des Lockdowns könne derzeit nämlich keine offizielle Veranstaltung in der Schützenhalle stattfinden: „Bis Ende des Jahres haben wir daher alles abgesagt“, sagt Rellmann. Etwa finde die beliebte und gut besuchte Nikolausfeier des Schützenvereins im Dezember nicht statt, auch die Gedenkfeier zum Volkstrauertag sei bereits ausgefallen.

Jetzt lesen

Aber auch private Feiern hat der Verein gecancelt, und das, obwohl gerade diese normalerweise für Einnahmen sorgen. „Wir halten uns dahingehend natürlich an die Vorschriften“, so Rellmann. Einige Interessenten hätten ohnehin auch von sich aus abgesagt - was Rellmann gut nachvollziehen kann: „Wenn ich eine ganze Halle gebucht habe, dann aber etwa nur mit 50 Leuten feiern darf, ist das auch nicht Sinn der Sache.“

Jetzt lesen
Alternative Nutzung in Coronazeiten: Der Rat der Stadt Fröndenberg tagte nach Monaten coronabedingter Pause am 17. Juni erstmals wieder in der Schützenhalle Hohenheide.

Alternative Nutzung in Coronazeiten: Der Rat der Stadt Fröndenberg tagte nach Monaten coronabedingter Pause am 17. Juni erstmals wieder in der Schützenhalle Hohenheide. © Archiv/Marcus Land

Jetzt lesen

Besonders schwerwiegende Verluste für die Vereinskasse sieht der Vorsitzende dadurch aber nicht: Zwar werden keine Einnahmen generiert, im Gegenzug komme es aber auch kaum zu Ausgaben: „Wenn keiner in der Halle ist, müssen wir auch nicht für Strom, Gas und Wasser aufkommen“, so Rellmann.

Auch habe der Verein dieses Jahr etwa keine Kosten für Bands, Kapellen oder Caterer aufbringen müssen. „Derzeit belaufen sich die Kosten somit nur auf monatliche Abschlagszahlungen“, sagt Rellmann.

Schützenfest zum 125. Jubiläum 2021 in Planung

Im kommenden Jahr sieht es planmäßig jedoch anders aus: Dann steht das Jubiläumsschützenfest zum 125-jährigen Bestehen des Vereins an. Bis dahin, hofft Rellmann, sind auch wieder große Feiern möglich: „Falls etwa nur 100 Leuten erlaubt sind, brauchen wir das Fest gar nicht erst veranstalten.“

Bis es soweit ist, startet der Verein erstmal ohne größere Feierlichkeiten in das kommende Jahr: „Der Jahresgottesdienst der drei Fröndenberger Hauptvereine im Januar ist bereits abgesagt. Bis Ostern sehe da ich noch schwarz“, sagt Rellmann. Allerdings nicht, was die Schützenhalle angeht: „Die wird es auch künftig noch geben, das schaffen wir.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Bier aus Fröndenberg
Privatbrauer Heinrich trotzt der Corona-Krise - mit Winterbier und Likör fürs Bieramisu
Hellweger Anzeiger Nach SPD-Fraktionsaustritten
Mehrheiten unübersichtlich: Im Fröndenberger Stadtrat sitzt jetzt auch die SWGF-Fraktion
Hellweger Anzeiger Weihnachten in Fröndenberg
Weihnachtsbaum-Schlagen in der Tannenschonung: Corona-konform und einen Ausflug wert
Hellweger Anzeiger Marktplatz Fröndenberg
Barrierefreiheit auf dem Fröndenberger Markt: So urteilen Senioren aus dem Haus Hubertia