Schon wieder Vandalismus an der Kiebitzwiese: Ruf nach Kontrollen wird laut

dzNaturschutzgebiet in Fröndenberg

Fröndenberger Naturfreunde sind sauer: Am zweiten Wochenende in Folge haben Vandalen am Aussichtshügel der Kiebitzwiese gewütet. Nun ist der Sichtschutzzaun fast vollständig zerstört.

Fröndenberg

, 30.03.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erneut ist es in der Nacht von Freitag auf Samstag zu Vandalismus am Aussichtshügel an der Kiebitzwiese gekommen. „Leider muss ich die nächste Hiobsbotschaft von der Kiebitzwiese überbringen“, kündigt Ornithologe Gregor Zosel die schlechten Nachrichten in den sozialen Medien an.

Diesmal ist der Schaden, den die Vandalen hinterlassen haben, sogar noch größer als am Wochenende zuvor. Sie haben einen großen Teil des Sichtschutzzaunes zerstört, ein Info-Schild abgerissen, in die Fläche geworfen und eine Paletten-Erhöhung für Kinder in den Bach geworfen.

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Gregor Zosel fordert Kontrollen und ruft dazu auch die Bürger auf:

„Vielleicht könnten die Fröndenberger, die abends oder nachts mit dem Auto unterwegs sind und die Route zwischen Neimen und Westick fahren, den kleinen Umweg durch die Werner-von-Siemens-Straße machen und einen kurzen Blick in Richtung Aussichtshügel werfen?“

Naturfreunde können es nicht fassen: Am zweiten Wochenende in Folge haben sich Vandalen am Aussichtshügel der Kiebitzwiese zu schaffen gemacht - und den Schutzzaun zerstört.

Naturfreunde können es nicht fassen: Am zweiten Wochenende in Folge haben sich Vandalen am Aussichtshügel der Kiebitzwiese zu schaffen gemacht - und den Schutzzaun zerstört. © Gregor Zosel

Eventuell könne man „diese Idioten“ doch irgendwann erwischen. Zosel vermutet, dass es sich um mehrere Randalierer handelt. Wahrscheinlich sei es auch, dass die Personen mit einem Auto oder mit dem Fahrrad „anreisen“ und dort parken. „Für jeden Hinweis sind alle Naturliebhaber Fröndenbergs dankbar“, kündigt er an.

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Die Menschen im Internet pflichten dem Vogelexperten bei, kommentieren die Bilder der erneuten Zerstörung vielfach. Einige zeigen ihr Unverständnis, andere haben nichts anderes mehr als Kraftausdrücke für die Vandalen übrig: „Das tut in der Seele weh, da steigt mein Blutdruck“, schreibt eine Fröndenbergerin. „Ich werde auf jeden Fall noch mehr die Augen aufhalten“, schreibt eine andere Frau.

Anzeigen bei der Polizei eingegangen

Vom ersten der aktuellen Vorfälle an der Kibitzweise hatte die Polizei Unna laut Sprecher Bernd Pentrop gar nichts mitbekommen, denn es wurde keine Strafanzeige gestellt. Am Montag hat sich der Bezirksbeamte Detlev Böcker dann selbst ein Bild von der Lage gemacht und eine Strafanzeige aufgenommen.

Grundsätzlich sei es wichtig, Vandalismus immer auch zu melden beziehungsweise zur Anzeige zu bringen, so Polizeisprecher Bernd Pentrop. Nur so könne die Polizei einschreiten, mögliche Häufungen erkennen und gegebenenfalls auch kontrollieren.

Hinweise können an die Polizei unter Tel. (02303) 9210, die Biologische Station unter Tel. (02389) 980950 oder die Untere Naturschutzbehörde unter (02303) 272170 gerichtet werden.

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