FWG macht Rebbe nach Christkindelmarkt-Verbot vergiftetes Angebot

dzSpendenaktion

Die FWG macht Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe nach dessen Verbot, auf dem Christkindelmarkt einen Spendenscheck zu übergeben, ein vergiftetes Angebot.

Fröndenberg

, 24.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die FWG reagiert auf das von Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe angekündigte Verbot, eine Spende der Freien Wähler auf dem städtischen Christkindelmarkt zu übergeben.

Rebbe hatte sich gegenüber unserer Redaktion verärgert darüber gezeigt, dass die FWG offenbar ohne Absprache mit der Stadt eine Spende, die sich überwiegend aus einem Teil der Aufwandsentschädigung der FWG-Fraktionsmitglieder speist, auf dem Weihnachtsmarkt an die Begünstigten zu überreichen.

»Hat er sich bei der Verteilung von Rosen auf dem städtischen Frühlingsmarkt durch die SPD Fröndenberg (...) ebenso echauffiert und dies über die Presse propagiert?«
Zitat aus der FWG-Pressemitteilung

Der Bürgermeister hatte angekündigt, die Spendenaktion auf einer Veranstaltung der Stadt nicht zulassen zu wollen.

FWG findet Rebbes Reaktion „befremdlich“

Rebbes Reaktion sei „befremdlich“, schreibt die FWG. Mehr noch reibe man sich daran, dass der FWG „parteipolitisches Kalkül“ bei ihrer Aktion unterstellt werde. Man vermute „eigenes politisches Kalkül“ beim Bürgermeister und verweist auf die Rosen-Verteilaktionen der Fröndenberger SPD auf dem Frühlingsmarkt.

„Hat er sich (...) ebenso echauffiert und dies über die Presse propagiert?“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Jetzt lesen

Einen Seitenhieb erteilen die Freien Wähler zudem der Geschenkverteilaktion von Heinz-Günter Freck bei ,Fröndenberg macht an‘ am Donnerstagabend. Der CDU/FDP-Bürgermeisterkandidat hatte bei dem Event der Stadtwerke Fröndenberg unter den Besuchern ein Windlicht mit der Botschaft „Günter Freck wünscht Ihnen einen schöne Adventszeit“ sowie den abgebildeten Parteilogos von FDP und CDU verteilt.

Zu dieser Aktion hatte sich der Bürgermeister nach einer Anfrage der Redaktion bislang noch nicht geäußert.

Jetzt lesen

Die FWG spöttelt über die Freck-Aktion, man sehe darüber „selbstverständlich einmal gelassen hinweg“. Es handele sich schließlich nicht um eine städtische Veranstaltung, sonder um eine solche der 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stadt.

Man stehe auf dem Standpunkt, dass eine „reine Scheckübergabe“ auf dem Christkindelmarkt keiner Erlaubnis der Stadt bedürfe. Anders sei dies möglicherweise, wenn man die Bühne hätte nutzen wollen.

FWG geht auf vermeintlichen Schmusekurs

Letztlich lädt die FWG Rebbe ein, den Scheck selbst zu übergeben. „Dies würde den Rahmen eventuell ein wenig feierlicher gestalten.“

Und man geht auf einen nur vermeintlichen Schmusekurs: Einem Termin- und Ortsvorschlag sehe man „in gespannter und freudiger Erwartung entgegen“. Auch „über die Presse“ könne der Bürgermeister Kontakt zur FWG aufnehmen.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Anliegerbeiträge
Straßenausbau Hohenheide: Eine CDU-Forderung mit Fallstricken für Anlieger
Hellweger Anzeiger Anliegerbeiträge
„Die Nerven verloren“: CDU schüttet Kübel der Häme über Sabina Müller aus
Hellweger Anzeiger Gewinner des Fröndenberger Heimatpreises
Förderverein Kulturzentrum: Nutzungsvertrag mit der Stadt wird neu ausgehandelt
Hellweger Anzeiger Anliegerbeiträge
„Foul gegen die Bürger“: Jetzt setzt Sabina Müller dem Kämmerer die Pistole auf die Brust
Meistgelesen