Sauberes Trinkwasser: Stiftung von Neven Subotic erhält Hilfe aus Fröndenberg

dzEntwicklungshilfe

Die Neven-Subotic-Stiftung setzt sich für sauberes Trinkwasser in Äthiopien ein. Jetzt will eine Vereinigung aus Fröndenberg dabei helfen, den sozialen Gedanken zu verbreiten. Mitmachen kann jeder.

Fröndenberg

, 12.11.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sauberes Trinkwasser ist in Äthiopien ein täglicher Kampf: Eine seit Langem in Fröndenberg engagierte Vereinigung möchte die Neven-Subotic-Stiftung bei ihrem Einsatz für das afrikanische Land unterstützen.

Die Initiative Kinder.Essen.Gesund hat mit der in Dortmund beheimateten Stiftung des früheren Profifußballers von Borussia Dortmund Kontakt aufgenommen. Denn der Ansatz der Fröndenberger beinhaltet auch das Verständnis für Knappheit von und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln.

Sauberes Trinkwasser: Stiftung von Neven Subotic erhält Hilfe aus Fröndenberg

Barbara Streich ist die Initiatorin des Fröndenberger Arbeitskreises Kinder.Essen.Gesund. © Udo Hennes

»Die Kinder sollen ein Gefühl dafür bekommen, dass man in Äthiopien für sauberes Trinkwasser wirklich kämpfen muss.«
Barbara Streich, Arbeitskreis Kinder.Essen.Gesund

„Wir wollen eine Kooperation mit der Neven-Subotic-Stiftung, weil die Kinder ein Gefühl dafür bekommen sollen, dass man in Äthiopien für sauberes Trinkwasser wirklich kämpfen muss“, sagt Barbara Streich.

Der Arbeitskreis Kinder.Essen.Gesund versteht sich auch als „Bildungsprojekt, das das Bewusstsein schärfen soll“, so die Gründerin. Streich nimmt den Faden auf, den bereits in diesem Sommer der Treffpunkt Windmühle begonnen hat.

Treffpunkt Windmühle sammelte 500 Euro für Neven-Subotic-Stiftung

Bei einem Aktionstag im Sommer kamen durch Waffel- und Würstchenverkauf 500 Euro für neue Brunnenanlagen zusammen, die die Neven-Subotic-Stiftung fördert. Eine Wasserrallye im Treffpunkt führte den Kindern vor Augen, welcher Aufwand in dem afrikanische Land betrieben werden muss, um an einen Liter frisches Wasser zu gelangen.

Zur Sache

Wasserbrunnen und Toiletten für Schulen

  • Neven Subotic hat eine Stiftung eingerichtet, die unter anderem in Wasserbrunnen und Toilettenanlagen an äthiopischen Schulen investiert.
  • „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheit der Kinder“, sagt Subotic. Über seine persönliche Motivation, Geld für die Stiftung zur Verfügung zu stellen und für weitere Spenden zu werben, sagt der BVB-Profi: „Wir sollten dankbar sein, bei der Lotterie der Geburt Glück gehabt zu haben und in einem wohlhabenden und sicheren Land geboren zu sein. Gerade deshalb darf man nicht die Augen vor dem Schicksal anderer Menschen verschließen.“
  • Weitere Informationen über die Projekte und Ziele der Neven-Subotic-Stiftung finden sich auf www.nevensuboticstiftung.de.

Seit mehr als zehn Jahren setzt sich Kinder.Essen.Gesund in Fröndenberg dafür ein, dass Kinder gemeinsam mit ihren Eltern gesunde Ernährung wertschätzen.

Künftig will Kinder.Essen.Gesund mindestens einmal im Jahr nun auch eine Aktion zum Thema Trinkwasser organisieren. Was wird gelernt? Brunnen mit Handpumpen statt Elektropumpen sind in Äthiopien wegen schlechter Stromversorgung sinnvoller; Mädchen verpassen Schulunterricht, weil es ihre Aufgabe ist, Wasser aus weit entfernten Brunnen zu schöpfen.

Kinder.Essen.Gesund lebt nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser

Der Arbeitskreis selbst lebt bei seinen Aktivitäten den nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser: Getränkeflaschen aus Plastik werden nicht mehr eingesetzt, es wird Leitungswasser mit Bio-Zitronen-Stückchen aus Karaffen ausgeschenkt.

Im Treffpunkt Windmühle, der eng mit Kinder.Essen.Gesund kooperiert, sind Kinder und Jugendliche schon sensibel für die Problematik: Einwegbecher, Strohhalme und Gemüsetüten aus Plastik sind abgeschafft. Yvonne Romé, Mitarbeiterin im Treffpunkt, betont: „Es ist wichtig, die Kinder mitzunehmen.“

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