Ruhrbalkon in Fröndenberg: Neuer Weg soll im Februar fertig werden

dzStadtentwicklung

Trockenen Fußes, mit dem Kinderwagen oder sogar dem Rollstuhl zum Ruhrbalkon. Das ist in Fröndenberg bald möglich. Der Aussichtspunkt soll über einen neuen Fußweg besser erreichbar sein.

Fröndenberg

, 21.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer den schönen Ausblick am Ruhrbalkon genießen möchte, brauchte bisweilen nicht nur zwei gesunde Füße, sondern auch gutes Schuhwerk. Denn vorbei an der Flutmulde bis zur Ruhr führte der unbefestigte Weg über die grüne Wiese. Bis Ende Februar soll ein neuer Fußweg fertig sein, über den dann jeder direkt ans Wasser gelangen kann.

Zumindest, wenn das Wetter in den nächsten Tagen mitspiele, sagt Markus Törnig. „Wenn es nach mir gegangen wäre, wäre der Weg schon fertig“, sagt der Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Doch es sei in den vergangenen Tagen recht regnerisch und windig gewesen, sodass sich die Bauzeit verzögert habe.

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Jetzt könne sich der eine oder andere fragen, warum die Stadt ausgerechnet im Winter baut, so Törnig – und liefert die Antwort gleich mit. Die Verwaltung sei dazu angehalten, eine ganzjährige Bautätigkeit zu fördern. Zudem gäbe es nicht genug Bauunternehmen, wenn alle Aufträge für die besten Monate des Jahres vergeben würden.

Noch ist der neue Weg zum Ruhrbalkon nicht fertiggestellt. Aber wenn alles so weit ist, sollen Fröndenberger trockenen Fußes um die Flutmulde herum laufen können.

Noch ist der neue Weg zum Ruhrbalkon nicht fertiggestellt. Aber wenn alles so weit ist, sollen Fröndenberger trockenen Fußes um die Flutmulde herum laufen können. © Borys Sarad

Der neue Weg ist aufgeteilt in zwei Bauabschnitte mit unterschiedlichem Bodenbelag. Im Bereich der Ruhr, wo das Wasser auch schon mal über das Ufer tritt, wird asphaltiert – etwas weiter vom Ufer entfernt ist der neue Weg gepflastert.

Klare Absage für Radfahrer

Eine klare Absage gibt‘s für Radfahrer. Der neue Weg wird nur für Fußgänger freigegeben. Dass das Radfahren im Park immer wieder Thema ist, weiß auch Markus Törnig. Doch der Mitarbeiter der Stadtverwaltung kann Zweiradfreunden keine Hoffnung machen.

Auch wenn eine Lockerung für den Himmelmannpark vielfach gefordert wurde: Die Stadt halte am Radfahrverbot fest. Mehr noch seien jüngst neue Schilder, die auf das Durchfahrtverbot für Radfahrer hinweisen, aufgestellt worden. Der neue Weg zum Ruhrbalkon wird daran allerdings nichts ändern.

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Die Kosten für den Bau des Fußwegs sind in der Haushaltsplanung berücksichtigt. Voraussichtlich belaufen sich die Kosten schlussendlich auf einen Betrag, der deutlich unter den eingestellten 75.000 Euro liegt.

Der untere Bereich des Weges soll asphaltiert werden, damit er lange hält – auch wenn die Ruhr oder das Wasser aus der Flutmulde mal über das Ufer treten.

Der untere Bereich des Weges soll asphaltiert werden, damit er lange hält – auch wenn die Ruhr oder das Wasser aus der Flutmulde mal über das Ufer treten. © Borys Sarad

Auch wenn der neue Weg den Himmelmannpark schon ein Stück attraktiver macht, gehört er nicht zu den Maßnahmen, die im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 geplant sind. Kurz- oder mittelfristig würden noch keine IGA-Maßnahmen umgesetzt, so Törnig.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Bürger gefragt, was sie sich für den Himmelmannpark wünschen. Mit den Ergebnissen arbeitet die Stadt nun weiter.

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