Spielplätze in Fröndenberg: Ruf nach einem Bedarfsplan wird wieder laut

dzSpielflächenbedarfsplan

Lange war sein Konzept in der Versenkung verschwunden. Jetzt weist Klaus Böning (SPD) erneut auf seinen fünf Jahre alten Wunsch nach einem Spielflächenbedarfsplan hin. Spielplätze wie der im Hindenburghain seien nicht mehr zeitgemäß.

Fröndenberg

, 08.06.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Soest, Neuenrade sowie viele weitere Städte in Nordrhein-Westfalen haben einen Spielflächenbedarfsplan. Ardeys Ortsheimatpfleger und sachkundiger Bürger für die SPD im städtischen Ausschuss für Sport, Freizeit und Städtepartnerschaften, Klaus Böning, hatte schon vor Jahren angeregt, dass der tatsächliche Bedarf an Spielflächen und passenden Geräten auch für Fröndenberg sinnvoll und langfristig planbar ermittelt wird. Damals habe die Politik den Vorschlag abgelehnt. Der Tenor: Es sei nicht nötig, die Stadt behalte auch so den Überblick.

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Die Zahlen, welche Kinder in welchem Alter wo leben, besitze die Stadtverwaltung in der Tat, so Böning. Es mache zwar etwas Arbeit, trage aber erheblich zur Verbesserung der Spielplätze im Stadtgebiet bei, wenn diese Zahlen für eine sinnvolle und langfristige Planung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger genutzt werden. Beim Thema Spielplätze werde vonseiten der Stadt vieles „schnell aus der Hüfte geschossen“.

Für bessere Spielflächen braucht es auch mehr Geld

Die Planung sei das eine. Bei deren Umsetzung würde Klaus Böning es begrüßen, wenn die Politik auch mehr Mittel für Spielflächen bereitstellt. Gerade in der heutigen Zeit sei es sehr wichtig, in die körperliche Betätigung von Kindern zu investieren.

Spielplätze, wie der im Hindenburghain, orientieren sich laut Klaus Böning nicht an den Bedarfen der Bürgerinnen und Bürger. Die Anlage würde an die 60er-Jahre erinnern und sei nicht mehr zeitgemäß.

Spielplätze, wie der im Hindenburghain, orientieren sich laut Klaus Böning nicht an den Bedarfen der Bürgerinnen und Bürger. Die Anlage würde an die 60er-Jahre erinnern und sei nicht mehr zeitgemäß. © Böning

Dass einige Fröndenberger Spielplätze nicht mehr zeitgemäß seien, zeige zum Beispiel ein Blick in den Hindenburghain. „Ich bin Jahrgang 64“, erklärt Klaus Böning, der aus eigener Erfahrung sagen kann: „So sahen die Spielplätze in den 60er-Jahren aus.“ Schaukel, Rutsche, Sandkasten: „Sieh zu, wie du klar kommst.“ Das entspräche nicht mehr dem Bild moderner Spielanlagen, die die Fantasie der Kinder anregen sollen. Der Spielplatz sei ein Beispiel, sagt Böning, der weiß, dass die Anlage im Rahmen der langfristigen Planung für den Sportpark Ruhr berücksichtigt ist.

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Aus dem eigenen Bekanntenkreis weiß Klaus Böning: Sei es nach Bönen oder Holzwickede – Eltern machen durchaus auch mal einen Ausflug über die Stadtgrenzen hinaus, um mit ihren Kindern besonders schöne Spielplätze zu besuchen. Schön fände es der Fröndenberger, wenn umgekehrt Menschen aus anderen Städten auch in die Ruhrstadt kämen, um die Spielplätze vor Ort zu erkunden. Großer Bedarf am Spielplatz als Ausflugsziel würde sich auch daran zeigen, dass Indoor-Anlagen wie Kiki-Island in Menden so begehrt seien.

Der Bedarfsplan soll neu beantragt werden

Die SPD werde nun erneut einen Antrag auf einen Spielflächenbedarfsplan für Fröndenberg stellen. Wie die Planung in etwa aussehen könnte, zeigt ein 32 Seiten umfassender Entwurf, den Böning 2015 in die Politik eingebracht hatte. Die Vorarbeit sei also schon gemacht – im Prinzip müsste der Entwurf lediglich aktualisiert werden.

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„Der Schwerpunkt der Analyse und der Planung liegt bei der Qualitätssicherung der städtischen Spielplätze und trifft Aussagen darüber, welche Qualitätskriterien bei der Spielplatzbedarfsplanung zukünftig zugrunde zu legen sind“, so Böning. Es sei „im Sinne der Kinder und der jungen Familien, wenn Planungen für die Spielanlagen und deren Ausstattung transparent nachvollzogen werden können.“

Es wird Zeit, nachzuziehen

Andere Kommunen hätten längst erkannt, dass eine Stadt nur auf der Grundlage eines Bedarfsplanes den berechtigten Ansprüchen der Kinder auf altersorientierte Spielplatzangebote entsprechen kann. Klaus Böning: „Für unser Fröndenberg wird es jetzt wirklich Zeit, da nachzuarbeiten.“

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