Bäckermeister, Rotkreuzleiter, Blutspende-Chef – gestresster Fröndenberger braucht Hilfe

dzDRK Fröndenberg

Dirk Behrens ist Bäckermeister, Rotkreuzleiter in Fröndenberg und Blutspendebeauftragter des DRK – von den drei fordernden Aufgaben will er nun eine abgeben und sucht händerringend eine Nachfolge.

Fröndenberg

, 20.09.2019, 11:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dirk Behrens ist ein routinierter Mensch – als Bäckermeister, Fröndenberger Rotkreuzleiter und Blutspendebeauftragter. Zwei der Aufgaben allein fordern den 49-Jährigen aber so sehr, dass er nun dringend einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für einen Job sucht.

Den Job des Leiters der Blutspende hat Dirk Behrens in letzter Zeit kommissarisch noch zusätzlich übernommen. Auch wenn es eine ehrenamtliche Aufgabe ist und die Zahl der Arbeitsstunden übersichtlich – als Bäckermeister mit Nachtarbeitszeit kann er diese Aufgabe auf Dauer nicht ausfüllen.

»Man muss Menschen führen können.«
Rotkreuzleiter Dirk Behrens

„Ich werde im nächsten Jahr 50 und muss auch an meine Gesundheit denken“, sagt Dirk Behrens. Dabei meint er gar nicht den Aufwand, den die Organisation der Blutspendetermine erfordert. Der ist machbar. Es ist die für seinen Hauptberuf unglückliche Arbeitszeit.

Die Blutspendetermine in Fröndenberg, Frömern und Dellwig beginnen um 15.30 Uhr und dauern bis 19.30 Uhr. Bis das ehrenamtliche Helferteam dann alle Utensilien wieder im DRK-Heim verstaut hat, ist es meist 21 Uhr.

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Zur Sache

Rund 1200 Blutspenden pro Jahr

  • 2018 kamen zu 17 Blutspendeterminen in Fröndenberg, Dellwig, Frömern und Warmen 1190 Blutspender und 74 Erstspender.
  • Die Zahl an Blutspendern ist in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben und pendelt immer im Bereich von 1100 bis 1200.
  • Der Standort mit den meisten Spendern ist immer der in der Gesamtschule Fröndenberg.
  • Der Standort am Christ-König-Pfarrheim in Warmen steht nicht mehr zur Verfügung. Erstmals gab es am 15. August als Ersatz eine Blutspende im DRK-Heim.
  • „Dies fand bei der Spenderschaft einen guten Anklang und die Spenderzahl war überraschend hoch, im Gegensatz zu den Blutspenden in Warmen“, sagt Ralf Quietzsch, Öffentlichkeitsbeauftragter des Fröndenberger DRK-Ortsvereins.

Für Dirk Behrens geht es aber abends frühzeitig ins Bett, damit er nächtens für seinen Bäckerberuf fit ist. Ergo: Der Beruf des Bäckers und der Job eines Blutspendebeauftragten vertragen sich nicht so gut.

Wer aber zum Beispiel Büroarbeitszeiten hat, nicht beruftstätig oder Rentner ist, dürfte sich mit dem wichtigen Ehrenamt durchaus anfreunden können. Im Grunde geht es darum, die 17 Blutspendetermine, die in jedem Jahr in der Stadt angeboten werden, vorzubereiten und zu begleiten.

Das ist der Einkauf von Wurst, Käse und Brot für die allen Blutspendern bekannten Brötchen-Büfetts, die Registrierung der Blutspender oder die Planung der jährlichen Spenderehrung.

Blutspenden organisieren, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe

Wichtig für Interessierte, die kein Blut sehen können: Das Abzapfen des Blutes übernehmen dafür ausgebildete Kräfte des Roten Kreuzes.

„Man kommt in ein tolles, eingespieltes Team“, wirbt Dirk Behrens für ein verantwortungsvolles Ehrenamt. Und hofft auf Resonanz – die bleibt zu seinem Bedauern nämlich auf Seiten der Blutspender seit Jahren immer mehr aus.

In zehn Jahren hat das Rote Kreuz in Fröndenberg viele Stammspender verloren – 130 sind es heute noch nach mehr als 200 in besseren Zeiten.

Wer sich also als Ehrenamtler engagiert, macht auch Reklame für eine lebenswichtige Aktion, die Unterstützer braucht.

Kontakt zum DRK Fröndenberg: Harthaer Platz 4, Tel. (0 23 73) 1 75 38 90; E-Mail: aktiv-dabei@drk-froendenberg.de; www.facebook.com/drkfroendenberg; www.instagram.com/drk.froendenberg; Internet: www.drk-froendenberg.de
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