Robin Siedelmann war Bestprüfling bei seiner Gesellenprüfung zum Dachdecker

dzBester Dachdeckerprüfling

Robin Siedelmann hat seine Gesellenprüfung zum Dachdecker mit Bravour bestanden. Er ist Bestprüfling. Dafür erhält er eine Anerkennung vom Bürgermeister – und ein Geschenk.

Fröndenberg

, 11.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das Handwerk in einem selbst kann man nicht lernen, es gehört auch etwas Talent dazu“, sagt Robin Siedelmann. Und das hat er allemal. Seine Gesellenprüfung zum Dachdecker bei der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe hat er besser als die sieben anderen Prüflinge bestanden. Für diese besondere Leistung bekommt er nicht nur eine Urkunde von seinem Chef Martin Meckelholt, sondern auch eine Anerkennung von Bürgermeister Friedrich-Weilhelm Rebbe – inklusive Restaurantgutschein. Rebbe wolle damit die Leistung wertschätzen und seine Anerkennung im Namen der Stadt Fröndenberg ausdrücken. Eine solche Leistung müsse belohnt werden. Auch galt sein Dank der Firma Topdeck, die den frischgebackenen Gesellen ausgebildet hat. Handwerker würden gebraucht „und es ist wichtig, dass Unternehmen da in die Bresche springen und ausbilden“, so Rebbe.

Ohne Fleiß kein Preis

Obwohl während seiner Schulzeit vonseiten der Lehrer immer wieder durchgesickert sei, dass er sein Abitur machen solle, entschied Siedelmann sich für die Ausbildung zum Dachdecker. Und das war wohl die richtige Entscheidung. „Ich habe mit vielen verschiedenen Materialien zu tun, bin ständig an der Luft und immer braun gebrannt“, zählt er augenzwinkernd die Vorteile des Dachdeckerberufes auf. Für seine Prüfung hat er in der Lorenz-Burmann-Schule, eine Ausbildungsstätte des Dachdeckerhandwerks, beim Blockunterricht fleißig gelernt – auch abends nach dem regulären Unterricht. Daran, der beste Prüfling zu sein, hat er da noch nicht gedacht. „Ich wollte einfach gut bestehen.“

Motivierte Azubis

Neben Fleiß sind auch praktische Erfahrungen während der Ausbildung sehr wichtig. Siedelmann sei früh an die Arbeit gekommen und hat mit angepackt. „Man lernt erst richtig auf der Baustelle, wenn man auf sich selbst angewiesen ist“, sagt er. Das weiß auch sein Chef – aus eigener Erfahrung. Er sei damals ins kalte Wasser geworfen worden und war im letzten halben Jahr seiner Ausbildung auf einmal fast auf sich alleine gestellt. „Das möchte ich meinen Azubis ersparen“, sagt Meckelholt. Um sie bestmöglich auf die Prüfung vorzubereiten und sie zu motivieren lässt er seine Azubis so oft wie möglich selbst anpacken. „Ich gebe ihnen dann ab und zu ein Bonbon und sage: Bau mal das Fenster ein“, so Meckelholt.

Schwindelfrei

Bei seiner Prüfung musste Siedelmann von allem etwas liefern. Auf dem Prüfungsplan standen neben Arbeiten am Satteldach- und Flachdachmodell auch Klempnerarbeiten und Fassadenbekleidung. Der Fröndenberger hat als einziger von acht Prüflingen seine Arbeit beendet. Das Handwerks-Gen und sein Fleiß wurden mit der Bestnote belohnt. Und noch etwas darf als Handwerker nicht fehlen: Schwindelfreiheit. „Je steiler das Dach, desto länger dauert es, bis die Knie aufhören zu zittern“, gesteht er. Angst vor Höhen habe er aber nicht – nur gesunden Respekt.

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