Regionale Produkte und internationale Küche: So feiert Fröndenberg seinen Bauernmarkt

dz19. Auflage

Der Bauernmarkt hat im 19. Jahr seines Bestehens nichts an Anziehungskraft verloren. Das Angebot war regional, die Kulinarik international: Es gab sogar syrische Falafel.

von Dominik Pieper

Fröndenberg

, 06.10.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Toni Greinert vom Rassegeflügelzuchtverein Fröndenberg hatte sie fast alle: Eier in unterschiedlichen Farben und Größen zeigten er und seine Vereinskollegen beim Bauernmarkt im Himmelmannpark. Links kleine Wachteleier, ganz rechts die großen grünen Eier der sogenannten Grünleger - wer noch nicht wusste, wie vielfältig Eier sein können, wurde beim 19. Fröndenberger Bauernmarkt eines besseren belehrt.

Regionale Produkte und internationale Küche: So feiert Fröndenberg seinen Bauernmarkt

Beim Patenschaftskreis um Susanne Hippenstiel (m.) und Karin Eckei (r.) wurde syrisch gekocht. Es gab Kichererbsenbällchen mit Salat im hauchdünnen Teigfladen. © Pieper

Kulinarische Weltreise im Himmelmannpark

Nur wenige Stände weiter wurde es international: Der Patenschaftskreis für Flüchtlinge kochte syrisch. Es gab frische Falafel mit Kichererbsenbällchen und Salatbeilage. Wem das nicht reichte, der konnte beim weiteren Rundgang auch die Spezialitäten der türkischen Küche probieren und beim Kulturverein verweilen. Wer beim Bauernmarkt das regionale Produkt eher bevorzugte, der aß Bratwurst und Kirschkuchen und schaute sich bei den vielen Ständen um, die die bekannte Vielfalt die mittlerweile traditionellen Festes ausmachen.

Regionale Produkte und internationale Küche: So feiert Fröndenberg seinen Bauernmarkt

Jörg Rudolph, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Fröndenberg, feierte mit vielen Gästen einen Gottesdienst auf dem Platz an der Kulturschmiede. © Pieper

Noch während der Gottesdienst vor den Türen der Kulturschmiede lief, kamen die ersten Besucher um zu Stöbern, zu Staunen und zu Kaufen. Pfarrer Jörg Rudolph erinnerte die Gäste zwischenzeitlich höflich daran, den vielen Besuchern seines Gottesdienstes noch einen Moment der Ruhe für ein Gebet zu gönnen. Die meisten Besucher des Bauernmarktes nahmen Rücksicht und drehten bereits ihre ersten Runden, während die Predigt noch lief.

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Ein Insektenhotel im Miniaturformat

Der Bummel über den Markt war vor allem etwas fürs Auge. Am Stand von Silke und Klaus Menze gab es herbstliche Blumen in vielen Variationen. Ein Hingucker war das Miniatur-Insektenhotel aus Holz mit passender Pflanze nebenan. Carsten Kaminski servierte Honigwein und Liköre aus Honig an seinem Stand. Der sogenannte Zaubertrank bestand aus verschiedenen Beerensäften und schmeckte angenehm süß. Vorbei an Ständen mit Schafswollprodukten und gesägten und geschnitzten Holzdekorationen zog der Duft frischer Erbsensuppe viele Besucher zum Stand des Awo-Kindergartens vom Mühlenberg. Dort gab es den deftigen Eintopf in der selbstgebackenen Brottasse.

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Klaus und Silke Menze halten den Herbst in den Händen. Bunte Blumendekorationen boten sie den Besuchern an. © Pieper

Blumenzwiebeln, Seifen, Bücher, Käse, Blumengestecke, Wissenswertes zu heimischen Vögeln und der Natur, dazu Deftiges, Süßes und Hausgemachtes - das Angebot des Bauernmarktes war so bunt wie der Herbst selbst.

Nächstes Jahr feiert der Bauernmarkt 20. Geburtstag

Dass es trotz des grauen Himmels bis zum Nachmittag hin fast trocken blieb, freute Marktorganisator Hubert Sallamon von der Stadtverwaltung sehr. Nur dreimal in 19 Jahren sei der Markt wirklich verregnet gewesen, erinnert sich Sallamon - zum runden Geburtstag im nächsten Jahr soll es hoffentlich wieder sonniger werden.

Regionale Produkte und internationale Küche: So feiert Fröndenberg seinen Bauernmarkt

Bei Carsten Kaminski gab es Zaubertrank: Sein Likör auf Honigweinbasis kommt in verschiedenen Geschmacksrichtungen daher. © Pieper

Dass zeitgleich zum Markt im Himmelmannpark ein Erntedankfest auf Hof Sümmermann in Frömern gab, störte Sallamon übrigens nicht. Trotz ähnlichen Angebots sei die Entfernung zwischen Frömern und Fröndenberg-Mitte so groß, dass man sich nicht gegenseitig die Besucher wegnehmen würde. Eher sei es so, dass beide Veranstaltungen voneinander profitieren würden. Und in der Tat schien die Resonanz weder in Frömern noch in Fröndenberg einen Dämpfer zu bekommen.

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