Rathaus-Neubau: CDU stellt Position zur Bebauung des Karl-Wildschütz-Parkplatzes klar

dzStädtebau

Der Neubau eines Rathauses war erneut Thema bei der Fröndenberger CDU: Der Stadtverband bereitet derzeit das Wahlprogramm für die Kommunalwahl vor und sah sich zu einer Klarstellung veranlasst.

Fröndenberg

, 17.02.2020, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der CDU-Stadtverband Fröndenberg entwickelt in Werkstattgesprächen derzeit sein Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2020 – den von den Christdemokraten sogenannten Fröndenberg-Plan 2025. Auch der Karl-Wildschütz-Platz und das Fröndenberger Rathaus spielen darin eine Rolle.

»Der Architekten- wettbewerb ist in diesem Jahr nicht mehr zwingend erforderlich.«
Olaf Lauscher, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes

Die Vision eines Rathaus-Neubaus hatte CDU-Fraktionschef Gerd Greczka im Sommer 2018 als erster öffentlich gemacht, später bestätigte die Stadtverwaltung, dass sie sich nach Zuschüssen aus Städtebauprogrammen für ein solches Vorhaben in Düsseldorf erkundigt habe.

Rat favorisiert mittlerweile einen Architektenwettbewerb

Mittlerweile hat der Rat von diesem Ansinnen eines kombinierten Rathauses mit Bürgersaal und eventuell sogar der Stadtbücherei Abstand genommen und einem Architektenwettbewerb mit Ausrichtung auf Wohnungsbau den Vorzug gegeben.

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Zur Sache

Standort für Kita-Container bislang letzter Vorschlag

  • Die 4430 Quadratmeter große Fläche des landläufig sogenannten Karl-Wildschütz-Parkplatzes hatte die Stadt nach einem entsprechenden Ratsbeschluss vom Dezember 2014 von der vorherigen Eigentümerin Mendener Bank erworben.
  • Schon im Zuge des Kaufs war von der Verwaltung eine Investorenausschreibung für die Fläche favorisiert worden; Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe hatte bereits vor fünf Jahren betont, bei allen Plänen die Parkplatzproblematik nicht aus den Augen verlieren zu wollen.
  • Grundlage für die angedachten Pläne ist die im Fröndenberger Einzelhandelskonzept beschriebene Bummelmeile zwischen Aldi und Karl-Wildschütz-Parkplatz.
  • Vor dem Kaufbeschluss hatte die Wohnungsgenossenschaft Fröndenberg als potenzieller Investor ihre Pläne für die zentral gelegene Brachfläche auf Eis gelegt.
  • Begünstigt worden waren die Entwicklungspläne durch das Auslaufen des Planfeststellungsbeschlusses für den Bau der Ortsumgehung L673n im August 2014.
  • Den bislang letzten konkreten Vorschlag für eine Nutzung des Karl-Wildschütz-Platzes hat es im Frühjahr 2017 gegeben.
  • Damals war, allerdings auch nur als temporäre Lösung, der Platz von der Stadt als Containerstandort für benötigte Kindergartenplätze vorgeschlagen worden. Der Kreis Unna lehnte den Standort als ungeeignet ab.

Die CDU hielt am Wochenende auf ihrer zweiten Zukunftswerkstatt nun dennoch eine Klarstellung für erforderlich: Die anwesenden Christdemokraten einschließlich Bürgermeisterkandidat Günter Freck seien sich „schnell einig“ gewesen, dass ein Rathaus-Neubau nicht errichtet, sondern der Altbau saniert werden soll.

Es sei in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass man der Neubau-Idee womöglich weiter anhänge. Mit Blick auf zahlreiche Bauvorhaben in der Innenstadt, an den Schulen und bei der Feuerwehr hat der Architektenwettbewerb für den Wildschütz-Parkplatz nach den Worten von CDU-Chef Olaf Lauschner aber „nicht oberste Priorität“. Ihn noch im laufenden Jahr auszuschreiben, sehe er als „nicht zwingend“ an, so Lauschner zu unserer Redaktion.

Die heutige Brachfläche war Anfang 2015 von der Stadt als städtebauliche Vorratsfläche erworben worden, um die Entwicklung der Innenstadt selbst beeinflussen zu können. Seitdem dient sie als Behelfsparkfläche.

Der Rat hatte den von der Verwaltung vorgeschlagenen Rathaus-Neubau dort unter anderem auch deswegen zu den Akten gelegt, weil seit dem vergangenen Jahr ein Grundstückstausch nicht mehr möglich ist.

Kein Flächentausch nach Verbleib der Feuerwehr am Harthaer Platz

Zur Gegenfinanzierung eines Neubaus war eine Vermarktung eines anderen städtischen Grundstücks überlegt worden. Am besten hätte sich dafür der heutige Standort der Feuerwehr auf dem Harthaer Platz geeignet.

Weil laut einem Gutachten im Zuge des Brandschutzbedarfsplans der Erhalt des dortigen Standorts möglich und kein Umzug an die Bahnhofstraße auf das Grundstück des jetzigen Rathauses erforderlich ist, entfällt auch die Vermarktungsmöglichkeit des Grundstücks am Harthaer Platz.

„Mittelfristig“, so Olaf Lauschner, wolle man den vom Rat angedachten Architektenwettbewerb aber auf den Weg bringen.

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