Fröndenberger Politik wünscht sich langfristig Wechsel des Busverkehrs zur VKU

dzWestfalenbus-Ärger

Nach vielen Ärgernissen mit Westfalenbus will der Rat nun prüfen, ob ein Wechsel zur VKU möglich ist. Dabei gibt es jedoch einige Fallstricke zu beachten.

Fröndenberg

, 07.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalenbus hat in den vergangenen Monaten für viel Aufregung gesorgt. Überfüllte Busse, ausgefallene Fahrten und eine schlechte Schulbus-Versorgung haben auch bei der Politik ihren Eindruck hinterlassen.

Die Stadt sollte den Vertrag mit Westfalenbus 2026 auslaufen lassen und stattdessen zur VKU wechseln, lautete der vorherrschende Ton bei der Ratssitzung am Mittwochabend.

Grundsätzlichen Wechsel zur VKU prüfen

Die Verwaltung soll nun prüfen, ob die VKU diese Aufgaben zukünftig übernehmen kann. Der Antrag stammt von der CDU, wurde aber auch von den Grünen angestoßen und stößt im Rat auf offene Ohren. Auch die anderen Parteien sind mit der aktuellen Situation unzufrieden und wünschen sich eine Veränderung.

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Der Unmut über Westfalenbus komme laut CDU-Antrag gleich von drei verschiedenen Seiten: Von den besorgten Eltern, die das Chaos bei der Schüler-Beförderung miterlebt haben, von der kommunalen Politik, die den Unmut der Eltern mitbekommen und vorgetragen bekommen habe, aber auch von Seiten der Verwaltung. „So kann es zukünftig nicht weitergehen“, heißt es im Antrag, der im Februar gestellt wurde.

Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit auch wichtig

Gewünscht ist, dass die Verwaltung prüft, ob ein Wechsel nach Vertragsende möglich ist. „Es geht darum, eine Perspektive zu entwickeln“, sagt SPD-Ratsmitglied Ursula Lindstedt. „Ob man nicht grundsätzlich zur VKU wechseln kann.“

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Denn: Man habe die Entscheidung für Westfalenbus Anfang der 2000er aus wirtschaftlichen Gründen getroffen, nun müsse „man sich aber mal Gedanken machen, ob Westfalenbus noch die bessere Option sei“, sagte die CDU. Es gehe nicht immer nur um die preiswerteste Lösung, sondern auch um ausreichende Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit. Da habe man allerdings mittlerweile Zweifel, ob Westfalenbus noch die richtige Wahl sei.

Vertrag schon zwei Jahre vorher kündigen

Der Vertrag mit Westfalenbus läuft 2026 aus. Sollte die Stadt ihn wirklich kündigen und wechseln wollen, müsste er allerdings schon zwei Jahre vorher gekündigt werden. Daher gehe es darum, „das alles jetzt schon anzustoßen“, wie die Grünen im Rat anmerkten.

Bei der Überprüfung müsse einiges bedacht werden: „An Westfalenbus hängt auch der Bürgerbus“, gab Ute Gerling, Ratsmitglied der CDU, zu Bedenken. „Das ist eine kleine Herzensangelegenheit von meiner Seite“, sagte sie. „Das sollte nicht vergessen werden.“

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