Randale auf Schützenparty: 22-Jähriger bedroht Gäste und Polizei mit Schreckschusspistole

dzAdler Hohenheide

Während der Feier der Adlerschützen auf der Hohenheide ist es vor der Schützenhalle zu dramatischen Szenen gekommen. Ein Partygast aus Wickede bedrohte Menschen und schließlich auch die Polizei mit einer Schusswaffe.

Fröndenberg

, 09.03.2020, 11:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein 22-jähriger Mann aus Wickede hat am frühen Sonntagmorgen die große Partynacht der Adlerschützen gestört und einen Polizeieinsatz ausgelöst.

Gegen 3.50 Uhr wurde die Partystimmung von Schüssen unterbrochen. Der Mann richtete seine Schreckschusspistole vor der Schützenhalle Hohenheide in Fröndenberg in die Luft und drückte drei Mal ab. Anschließend richtete er die sogenannte PTB-Pistole auf mehrere Personen. Ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma vor Ort wählte daraufhin den Notruf.

Als die Polizei eintraf, hielt der 22-Jährige weiterhin die Pistole in der Hand. Er wurde von den Einsatzkräften aufgefordert, die Waffe auf den Boden zu legen. Dieser Aufforderung kam er nicht nach und zielte stattdessen mit der Pistole auf die Polizeibeamten.

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Unter Vorhalt der Dienstwaffe konnte der Wickeder letztendlich überwältigt und auf dem Boden fixiert werden. Der Mann wehrte sich und verletzte einen Polizeibeamten leicht. Die Einsatzkräfte nahmen den 22-Jährigen mit zur Wache Unna. Weil er allerdings stark alkoholisiert und damit nicht gewahrsamsfähig war, wurde er erst in ein Krankenhaus und dann freiwillig in eine psychiatrische Klinik eingeliefert.

Mann hatte ebenfalls versucht, ein Messer mit auf die Party zu nehmen

Wie sich später herausstellte, nahm der Sicherheitsdienst dem Mann bereits vor dem polizeilichen Einsatz am Eingang des Veranstaltungsorts ein Messer ab. Der 22-Jährige besorgte sich zu Hause dann die PTB-Pistole und kehrte zurück.

Sowohl das Messer als auch die Pistole wurden sichergestellt. Gegen den Wickeder wird nun unter anderem wegen Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Dass die Polizeibeamten so besonnen reagiert haben, war Glück für den jungen Mann aus Wickede. „Solche Schreckschusswaffen können durchaus den Anschein erwecken, echt zu sein“, erklärt Polizeisprecher Christian Stein. So lange die Situationen unübersichtlich ist, und Gefahr für die Beamten sowie andere Menschen nicht auszuschließen ist, könnten die Polizisten auch durchaus von ihrer Schusswaffe gebrauch machen.

Die Partygäste, die vor dem Zelt von der Szenerie mitbekamen, konnten sich laut Polizeisprecher in Sicherheit bringen. Keiner von ihnen wurde verletzt.

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