Escape-Rooms sind Trend: Firmbewerber haben sich jetzt einen eigenen gebaut. So richtig bibelfest müssen Besucher nicht sein, um nach 60 Minuten den Ausweg zu finden.

von Lara Joy Rosenstein

Fröndenberg

, 13.06.2019 / Lesedauer: 4 min

Die Tür fällt laut ins Schloss, der Schlüssel dreht sich herum und da ist sie nun. Die fremde Welt voller Geheimnisse: So beginnt der Rätselspaß für Groß und Klein im Pfarrzentrum St. Marien des Pastoralverbundes Fröndenberg. Das Ziel für Besucher: Dem „Escape-Room“ möglichst schnell zu entkommen und das Mysterium um das Verschwinden einiger Jünger zu lüften.

Die Spannung steigt, als Mona Schomers und Frank Peckelsen mit der Einführung beginnen. Es ist die Aufgabe der Besucher, die verschwundenen Jünger in der Stadt Jerusalem zu suchen und sie zu befreien. Doch dafür bleibt nicht ewig Zeit: Ein Sandsturm naht. „Das Zeitlimit beträgt 60 Minuten“, erklären die beiden. Die Besucher werden mit diesen - bis jetzt noch recht spärlichen Informationen - in den Escape-Room geführt. Keine Panik: Mithilfe einer Kamera hat Peckelsen immer ein Auge auf die mutigen Gäste und kann von außen mit hilfreichen Tipps zur Seite stehen.

Rätselspaß im Escape-Room des Pastoralverbunds Fröndenberg

Frank Peckelsen überwacht die Teilnehmer via Kamera. So kann er im Notfall in das Spiel einschreiten. © Marcel Drawe

Hinweise finden und Schlösser öffnen

Direkt ins Auge fällt ein Tisch, auf dem ein Sammelsurium aus Buchstaben, Zahlen und Wörter steht. Hinter dem Tisch zieht ein kleiner Teich mit Fischen die Aufmerksamkeit auf sich. An den Seiten des Raumes lehnen große Holzwände, bemalt mit vielen Fenstern und Türen. Doch die Fenster und Türen sind verschlossen. Der eine oder andere mag ahnen, was die Aufgabe der Besucher ist. Hinweise finden, Rätsel lösen und immer auf jede Kleinigkeit achten: All das ist notwendig, um die Schlösser zu öffnen und letztlich selbst aus dem Escape-Room zu entkommen. Welche Jünger sind verschwunden? Wie kann man sie befreien? Alles Fragen, die es in dem selbst gebauten Escape-Room der katholischen Kirchengemeinde zu lösen gilt.

Rätselspaß im Escape-Room des Pastoralverbunds Fröndenberg

Fischen im See Genezareth: Was es damit auf sich hat, erfahren alle Mutigen, die sich in den Escape-Room wagen. © Lara Joy Rosenstein

„Der Escape-Room macht einfach nur Spaß“, sagt Schomers. Von Kindern bis hin zu Erwachsenen: In den vergangenen Tagen haben sich bereits einige Gruppen in dem Escape-Room bewiesen. Umso kleiner die Besucher sind, desto mehr Tipps erhalten sie natürlich, um sich wieder zu befreien. „Man muss nicht bibelfest sein, um dem Escape-Room heil zu entkommen“, scherzt Schomers. „Man braucht kein Vorwissen.“ Bis jetzt sei es jeder Gruppe gelungen, den Schlüssel und somit den Ausgang innerhalb der vorgegebenen 60 Minuten zu finden.

Die 72-Stunden-Aktion

Der Escape-Room ist im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) entstanden. Alle vier Jahre lassen sich Jugendliche bundesweit kreative Projekte dazu einfallen. Die Idee, einen eigenen Escape-Room zu bauen, ging von der Messdienergruppe aus. Schon seit längerer Zeit hegten die Jugendlichen den Wunsch, ein eigenes Abenteuer zu erschaffen. „Die 72-Stunden-Aktion war dann die perfekte Gelegenheit, diese Idee auch umzusetzen“, berichtet Schomers.

„Unsere Idee ist es, den Escape-Room nach der Ausstellung zu verleihen.“

Die Vorlage für den Escape-Room stammt aus der Messdienerbörse. Das Malen, Basteln und Zusammenstellen lag dann aber in den Händen der Jugendlichen. Insgesamt elf Teilnehmer zählte die 72-Stunden-Aktion in der katholischen Kirchengemeinde Fröndenberg. Darunter waren viele der Messdiener, aber auch einige Firmlinge, die das Projekt im Rahmen ihrer Firmvorbereitung wählen konnten. „Das Arbeiten in der Gruppe hat großen Spaß gemacht. Noch mehr freut man sich nun natürlich über das Ergebnis“ , betonten die Teilnehmer.

„Zwischenzeitlich kam auch Skepsis auf, ob wir den Raum in so kurzer Zeit überhaupt fertig gestellt bekommen. Als wir dann die Wände mit den Tüchern behängt hatten und man die Grundrisse bereits erkennen konnte, legte sich die Aufregung schnell“, gab Schomers erleichtert zu.

Besuch des Escape-Rooms mit Termin möglich

Kontakt

  • Ansprechpartner ist Carsten Schindler, Tel. (0173) 6 13 71 38. Auf Nachfrage kann man mit ihm einen Termin ausmachen und sich schon bald in den Escape-Room einschließen lassen.
  • Die Termine Samstag, 15. Juni, Donnerstag, 20. Juni, Samstag, 6. Juli, Sonntag, 7. Juli, bietet der Pastoralverbund von sich aus an.

Interessierte Besucher haben noch für einige Zeit die Möglichkeit, den Escape-Room im katholischen Gemeindehaus zu besuchen. „Auf jeden Fall noch bis zum Gemeindefest im September“, fügte Peckelsen hinzu. Wer Lust auf Rätsel und ein spannendes Abenteuer hat, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen, dem Escape-Room einen Besuch abzustatten.

„Unsere Idee ist es, den Escape-Room nach der Ausstellung zu verleihen“, erklärte Schomers. So bleibt der Escape-Room den Besuchern erhalten und lädt noch mehr Menschen zu spannendem Rätselspaß ein.

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