Radwege in Fröndenberg: Bürger drängen auf mehr Sicherheit und Attraktivität

dzBürgerinitiative „Wir für die Platz“

Mit dem Rad über die Eisenbahnbrücke und durch den Himmelmannpark: „Wir für die Palz“ machen Vorschläge für den Ruhrtalradweg. Fröndenberg müsse für Radtouristen attraktiver werden.

Fröndenberg

, 28.01.2020, 16:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein „grünes Fröndenberg“ fängt für die Initiative „Wir für die Palz“ bei den Fröndenberger Radwegen an. Der Gruppe ging es in der Vergangenheit vor allem um die Verbesserung der Verkehrssituation in den Palzdörfern. Jetzt wollen sie wieder politisch mitmischen – und haben dabei unter anderem die Verbesserung der Radwegesituation im Stadtgebiet auf der Agenda.

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Unter anderem hapere es beim Ausbau von Geh- und Radwegen: Schon mehrfach habe die Initiative in Gesprächen vergeblich mit dem zuständigen Straßenbaulastträger, der Stadtverwaltung, Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe sowie dem Beigeordneten Heinz-Günter Freck über einen Ausbau von Geh- und Radwegen im Stadtgebiet gesprochen. Vielleicht bewege sich nun etwas: „Wenn die Politik im Februar überlegt, mit der Sanierung der Bausenhagener Straße auch an Fußgänger und Radfahrer zu denken.“

Viel Nachholbedarf beim Ruhrtalradweg – auch laut RVR

Nachholbedarf gibt es aus Sicht der Plazbewohner auch bei der Anbindung des Ruhrtalradwegs ans Fröndenberger Zentrum. Hier pflichtet die Initiative Bürgermeisterkandidatin Sabina Müller bei, die öffentlich dafür plädiert, dass Fröndenberg für Radtouristen erlebbarer gestaltet wird, so Hubert Leinweber von „Wir für die Palz“.

Radwege in Fröndenberg: Bürger drängen auf mehr Sicherheit und Attraktivität

Mit Unterschriften-Aktionen und politischem Anträgen macht sich die Initiative „Wir für die Palz“ für Themen, die in Fröndenberg bewegen, stark. © UDO HENNES

Unterstützung in Sachen Ruhrtalradweg käme auch von Seiten des Regionalverbandes Ruhr (RVR), der als Projektkoordinator für die Infrastruktur des Radwegs zuständig ist. Nach Informationen des Regionalverbandes habe der RVR die Planung für den breiten Radweg durch den Himmelmann-Park im Jahr 2010 initiiert und finanziert. Bislang verhindere die Stadtverwaltung und ein Teil der Politik dort das Radfahren.

Radweg soll näher an der Ruhr entlang führen

„Wir können uns auch gut vorstellen, dass der Ruhrtalradweg sehr viel näher an der Ruhr entlangführt. Hier müsste die Politik mit den Versorgern, den Wasserwerken Hamm und den Stadtwerken verhandeln“, so Leinweber weiter. An der Ruhr gebe es 27 Wassergewinnungsgebiete und überall führe der Radweg vorbei. „Warum also nicht in Fröndenberg?“, fragt sich die Bürgerinitiative.

Während andere Anrainerstädte sich radtouristisch und infrastrukturell weiterentwickeln würden, stagniere Fröndenberg nach Auskunft des RVR. Das zeige auch ein ADFC-Ranking, bei dem die Abschnitte in Fröndenberg und Menden schlechter abschneiden würden als der Durchschnitt.

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„Warum führt der Radweg in Westick durch ein Industrie- und Wohngebiet, das für Radfahrer nun wirklich nicht interessant ist? Warum wird ein bereits angedachter Fußweg von der Kiebitzwiese Richtung Himmelmann-Park nicht als kombinierter Rad- und Fußweg angelegt?“, fragt „Wir für die Palz“.

Hinweise und Infotafeln fehlen

Hinweise und entsprechend gestaltete Informationstafeln auf die Gastronomie in der Innenstadt und andere kulturellen Highlights würden auch Kultur und Wirtschaft stärker miteinbeziehen, ist die Initiative überzeugt.

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Die Städte Wickede und Menden würden zeigen, dass eine interessante Radwegeführung über eine Eisenbahnbrücke möglich ist. „Auch in Fröndenberg?“, fragt „Wir für die Plaz“. Bestehe in Fröndenberg doch eine Eisenbahnbrücke, die teilweise für Wanderer und Radfahrer ausgebaut und genutzt werden könnte. Somit würde man auch die verkehrsbedingten Gefahren umgehen und gleichzeitig die teils verwirrenden Richtungsschilder über die Ruhrbrücke (L 679) vermeiden.

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