Radeln im Himmelmannpark bleibt ein Zankapfel

dzBessere Ahndung gefordert

Am Radfahrverbot im Himmelmannpark scheiden sich die Geister. Während die Radler murren, dass sie nicht zur E-Ladestation radeln dürfen, sinnen andere darüber nach, wie das Verbot besser umgesetzt werden kann.

Fröndenberg

, 07.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Maßnahmen zur Umsetzung des Radfahrverbotes im Himmelmannpark hatte ein Bürger Ende Juni beantragt. „Unverzüglich“, so der Antragsteller, solle die Verwaltung Maßnahmen zur „Umsetzung, Durchsetzung und Kontrolle“ des bestehenden Radfahrverbots ergreifen. Er spricht von mehreren Hundert Radlern an Wochenenden und bei schönem Wetter, die regelmäßig Fußgänger gefährden. Gerade mit Blick auf die zunehmenden E-Bike-Fahrer und die vielen Kinder, die den Spielplatz im Himmelmannpark bevölkern, sieht der Antragsteller Gefahr im Verzug. Er fordert daher zusätzliche Schilder an allen Eingängen des Parks, Polizeikontrollen und Bußgelder.

Stadtverwaltung kann Verstöße nicht selbst ahnden

Die Stadtverwaltung selbst allerdings ist nicht zuständig. Das betonte Fachbereichsleiter Christoph Börger jetzt im Hauptausschuss. „Die Frage der Kontrolle ist schwierig“, sagte er. Als Kommune habe man keine Möglichkeiten, mögliche Verstöße zu ahnden. Das könnten nur die Polizei oder der Kreis Unna. „Wir werden aber noch einmal zusätzliche Schilder anbringen und die Polizei auf die Problematik hinweisen“, versprach Börger. Doch er betonte auch: „Eine flächendeckende Kontrolle wird es nicht geben können.“

Politik bestätigt Gefahrenpotenzial mit Blick auf spielende Kinder

Oliver Funke (CDU) konnte die Sorgen des Bürgers bestätigen: Bei Begehungen der Spielplatzkommission werde die Politik immer wieder drauf hingewiesen, dass Radler dort die vorwiegend sehr kleinen Kinder gefährden. „Und die Radler sind auch teils sehr rücksichtslos“, so Funke. Fachbereichsleiter Martin Kramme wies darauf hin, dass es nicht möglich sei, die Zufahrten für Radler baulich zu sperren, wenn man den Park barrierefrei zugänglich erhalten möchte. „Wir haben dort eine hohe Frequenz von Rollator- und Rollstuhlfahrern“, sagt Kramme. Mit Freundlichkeit will es Bettina Hartwig-Labs versuchen: Sie regt entprechend gestaltete Schilder an. Am Ende brachte es Monika Kostorz (SPD) auf den Punkt, als sie sagte: „Ich glaube, da müssen wir noch einmal die Köpfe zusammenstecken.“ Dies soll nun im Fachausschuss geschehen.

Dürftige Grünpflege stößt ebenfalls auf Kritik

Kritik gab es auch an der dürftigen Grünpflege im Park. „Das ist unsere gute Stube, das hüfthohe Gras macht nicht gerade ein einladendes Bild“, sagt Sabina Müller. Fakt ist, dass eine intensive Pflege nicht von der Stadt vorgesehen ist, der Park naturbelassen bleiben soll. Zweimal im Jahr wird gemäht. Das war‘s.

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