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Querung über die Ruhr für Fußgänger und Radfahrer soll Thema einer Masterarbeit werden

dzBürgerantrag

Die Ruhr auf der Stadtgrenze zu Menden ist für Fußgänger und Radfahrer seit Jahren ein Hindernis: Es existiert keine Querungshilfe, um von der einen auf die andere Seite zu gelangen. Jetzt gibt es eine neue Idee.

12.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist eines der Dauerthemen in der Stadt: Wie kann man Fußgängern und Radfahrern eine gefahrlose Querung der Ruhrbrücke auf der Fröndenberger/Mendener Straße ermöglichen? Ein Bürgerantrag bringt eine Idee ins Gespräch, die Geld sparen könnte.

Querungshilfe wird seit vielen Jahren diskutiert

Jochen Oberschelp lebt seit 2003 in Fröndenberg und kann sich erinnern, dass schon vor 16 Jahren lebhaft über eine Querungshilfe für die schwächeren Verkehrsteilnehmer diskutiert worden ist. Und wahrscheinlich ist die Debatte noch viel älter. Oberschelp, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing, hat sich Gedanken darüber gemacht, wie ein solcher Übergang möglichst kostengünstig zu realisieren wäre.

Querung über die Ruhr für Fußgänger und Radfahrer soll Thema einer Masterarbeit werden

An der Kreuzung Mendener Straße und Ruhrstraße besteht für Radfahrer und Fußgänger besteht keine Querungshilfe. © Marcel Drawe

In der Vergangenheit hatte es bereits mehrfach, auch schon sehr konkret Vorschläge gegeben, wie man die Unterbrechung des Ruhrtalradweges durch die viel befahrene Straße umgehen kann. Auch vom ADFC Fröndenberg favorisiert worden war zuletzt die Unterfahrung der Ruhrbrücke. Jochen Oberschelp beantragt nun, eine „sinnvolle Umsetzung“ eines verkehrstechnisch sicheren Weges prüfen zu lassen. Eine konkrete Variante lässt er damit offen, macht aber einen konkreten Vorschlag, wie Kosten gespart werden könnten.

Querung über die Ruhr für Fußgänger und Radfahrer soll Thema einer Masterarbeit werden

Im Bereich Bahnhofstraße und Bismarckstraße fällt es vielen Radfahrern ohnehin schwer, dem Verlauf des Ruhrtalradweges zu folgen. Eine Querungshilfe auf der Mendener/Fröndenberger Straße könnte zumindest mehr Sicherheit schaffen. © Archiv

Er empfehle, einen Wettbewerb im Rahmen einer Bachelor- oder Masterarbeit auszuschreiben. Man könne hierfür genaue Vorgaben machen, wie zum Beispiel die zu verwendenden Materialen, die Einbindung in die Natur, die Belastbarkeit oder auch die Maßgabe, dass eine Querungshilfe nur geringe Folgekosten haben darf.

Ausführung durch Auszubildende verschiedener Gewerke

„Die Ausführung kann durch Auszubildende aus verschiedenen Gewerken wie Straßenbau, Landschaftsbau, Brückenbau usw. unter der Leitung eines Ingenieurbüros geleistet werden“, schreibt Jochen Oberschelp, der selbst Diplom-Ingenieur ist, in seinem Antrag. Den Antrag hat Oberschelp im Januar gestellt, wenige Tage nach einem Interview, das Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe unserer Zeitung gegeben hatte. Das Ziel, Fröndenberg für die Zukunft weiterhin attraktiv gestalten, begrüße er. Als „gewichtigen Punkt“ habe er aber eben jene Querungshilfe vermisst.

Projekt der Stadtgestaltung, für das man Fördergelder abrufen könnte

Der Ruhrtalradweg mit seinen 240.000 Radfahrern in jedem Jahr bei steigender Tendenz steigend erfordere einen sicheren Überweg in einer Weise, dass Radfahrer und Fußgänger gar nicht mehr mit dieser Straße in Berührung kämen.

Als Projekt der Stadtgestaltung und wegen der Bedeutung des Ruhrtalradweges sei es wahrscheinlich, dass Fördergelder abgerufen werden könnten.

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