Projekt mit Impuls für soziale Integration: Zuschuss aus Berlin für Sportpark Ruhr möglich

dzBundesprogramm für Sanierungen

Für die geplante Modernisierung des Stadions an der Graf-Adolf-Straße könnte Geld aus dem Bundeshaushalt fließen: Das Programm bezuschusst kommunale Projekte mit 45 Prozent der Kosten.

Fröndenberg

, 10.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

̈Mitte November erst hatte das Planungsbüro SAF Unna nicht nur einen ersten Entwurf für den künftigen „Sportpark Ruhr“ vorgelegt, sondern auch schon Kosten überschlägig genannt: Das modernisierte Stadion könnte demnach rund 1,2 Millionen Euro, eine ebenfalls geplante Kaltlufthalle zusätzlich 180.000 Euro kosten. Damit sind aber noch längst nicht alle Kosten benannt. Politik und Verwaltung hatten das Bauprojekt von vornherein unter der Maßgabe angestoßen, dass staatliche Förderung zu erhalten ist. Allein aus Eigenmitteln könnte die Stadt das neue Stadion nicht errichten.

Investive Projekte mit besonderer regionaler Bedeutung

Nun scheint sich eine Quelle aufzutun, aus der nahezu die Hälfte der Kosten beglichen werden könnten. Über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bestehe die Möglichkeit, „investive Projekte mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung und mit sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialer Integration in der Kommune und die Stadtteilentwicklungspolitik zu fördern“, erläutert die Verwaltung in einer Vorlage an den Rat. Die aus dem Bundesprogramm förderfähigen Projekte sollen auch einen Beitrag zum Klimaschutz aufweisen und über ein überdurchschnittliches Investitionsvolumen verfügen.

Bundesprogramm

200 Millionen Euro stehen
von 2019 bis 2023 zur Verfügung

Im Bundeshaushalt 2018 wurden Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur bereitgestellt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Beratung am 8. November 2018 beschlossen, die Bundesmittel in gleicher Höhe in den Bundeshaushalt 2019 zu verschieben und zugleich das Bundesprogramm mit weiteren 100 Millionen Euro auszustatten. Damit stehen ab 2019 insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel sollen vorbehaltlich des Inkrafttretens des Bundeshaushalts 2019 in fünf Jahresraten von 2019 bis 2023 zur Verfügung stehen und im Jahr 2019 vollständig verpflichtet werden.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung nimmt die geplante Sanierung der Sportanlage an der Graf-Adolf-Straße sowie die Öffnung und Entwicklung in Richtung „Sportpark Fröndenberg/Ruhr“ die Vorgaben des Bundesprogramms im Sinne einer integrierten, städtebaulichen Gesamtstrategie – mit Einbindung in das Wohnumfeld und nachhaltiger Verbesserung des Stadt- bzw. Ortsteils – gezielt auf.

Die Bundesmittel werden als Zuwendung im Wege der Projektförderung an die Kommunen bewilligt. Die Förderhöhe beträgt 45 Prozent der förderfähigen Aufwendungen. Der Bundesanteil soll in der Regel zwischen einer bis vier Millionen Euro liegen.

Für den Antrag ist Eile geboten: Die Frist läuft am 19. Dezember aus

Um an den Zuschuss zu kommen, ist nun Eile geboten: Die Bewerbung der Stadt Fröndenberg müsste spätestens am 19. Dezember dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung vorliegen. Hierzu ist zuvor ein Beschluss des Stadtrates notwendig. Der Fröndenberger Rat kommt zu seiner letzten Sitzung des Jahres am kommenden Mittwoch, 12. Dezember, um 16 Uhr zusammen. Das Bundesprogramm steht auf der Tagesordnung.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Erster Heimatpreis
Auszeichnung für Ehrenamt: Vier Fröndenberger Vereine erhalten den Heimatpreis
Hellweger Anzeiger Kommunalwahl 2020
Wahlräume im Seniorenheim: Das sagt die Stadt Fröndenberg zum Wunsch der Politik
Hellweger Anzeiger Straßen in Fröndenberg
Gefährliche Situationen mit Lkw: Straßenmarkierungen in Ardey sind abgefahren
Meistgelesen