Priester mit Herz und Bescheidenheit: Fröndenberger Katholiken verabschieden Pastor Toborek

dzAbschied und Jubiläum

50 Jahre ist Georg Toborek schon Priester. Neun Jahre hat er davon in Fröndenberg Dienst getan. Priester zu sein, war und ist für ihn jedoch mehr als reiner Dienst - es war und ist Berufung.

von Dominik Pieper

Fröndenberg

, 28.07.2019, 13:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pfarrer Norbert Wohlgemuth hatte beim Verfassen seiner Predigt eigentlich keine Mühen, eigene lobende Wort für Pastor Georg Toborek anlässlich dessen Verabschiedung zu finden. Das wohl schönste Kompliment hörte er jedoch, als er vor einigen Tagen bei einer Dame in Westick zu Besuch war. Die Frau äußerte ihr Bedauern, dass Pastor Toborek Fröndenberg verlassen würde und sagte: „Pastor Toborek ist ein Priester mit Herz.“

200 Gäste bei Jubiläum und Verabschiedung

Diese Herzlichkeit, verbunden mit großer Bescheidenheit zeichne Georg Toborek aus, sagte Pfarrer Wohlgemuth am Sonntagvormittag, als rund 200 Gäste kamen, um Pastor Toborek zum einen zu verabschieden, zum anderen aber auch, um ihm zum goldenen Priesterjubiläum zu gratulieren. „Du hast es verstanden, dich selbst zurückzunehmen“, erinnerte sich Wohlgemuth an die gemeinsame Zeit in Fröndenberg. In der katholischen Kirche gebe es Menschen, die sich selbst sehr wichtig nehmen würden und dabei vergessen, wer eigentlich im Mittelpunkt des eigenen Tuns stehen sollte.

Priester mit Herz und Bescheidenheit: Fröndenberger Katholiken verabschieden Pastor Toborek

Pastor Toborek freute sich über das große Lob für seinen priesterlichen Dienst, den er in den vergangenen neun Jahren in Fröndenberg getan hat. © Pieper

Intensiv im Schmallenbach-Haus gewirkt

Für Georg Toborek stehen Gott und Jesus in Fokus seiner priesterlichen Arbeit für den Menschen - in den vergangenen neun Jahren speziell für die Menschen in Fröndenberg und ganz speziell für die Bewohner des Schmallenbach-Hauses. Dort hat er als Seelsorger gewirkt, häufig mit den Senioren gebetet, Kranke gesalbt und Trauernden Trost gespendet. „Als ich vor neun Jahren nach Fröndenberg kam, war das für mich ein großer Schritt, den ich aber in der Rückschau nie bereut habe“, schrieb Toborek in seiner Einladung für den Sonntag, an dem Abschied und Jubiläum gleichermaßen gefeiert wurde.

Du hast es verstanden, Dich selbst zurückzunehmen.“
Pfarrer Norbert Wohlgemuth über Pastor Toborek

Im Jahr 1969 wurde Toborek zum Priester geweiht - die Zeit seines Rufes, ins Priesterseminar zu gehen, fiel in die Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils und all seiner sich anschließenden Reformen. In einer Zeit großen Umbruchs in der Kirche habe sich Toborek für den Priesterberuf entschlossen. Viele Stationen folgten, ehe er ins Bistum Paderborn wechselte.

Abschied in Richtung Dortmund

Viele Wegbegleiter aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten waren wegen des Jubiläums und der Verabschiedung am Sonntag in Fröndenberg gekommen, um Pastor Toborek für die gemeinsame Zeit und seiner zutiefst menschlichen Art zu danken. Toborek selbst wird mit Ausscheiden aus dem akiven Dienst am Altar auch gesundheitsbedingt nach Dortmund ziehen und die Gelegenheit der „familiären Versorgung“ im Haus seiner Schwester zu nutzen.

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