Den Technik-Check samt Schirmchen gab es bereits: Die Poller sind einsatzbereit und der befahrbare Markt ist für den Durchgangsverkehr Geschichte. Trotzdem bleiben die Poller die meiste Zeit über unten. © Hornung
Marktplatz Fröndenberg

Poller am Marktplatz Fröndenberg: Zugangsprobleme für den Rettungsdienst dauern an

Die Hochsicherheitspoller auf dem neuen Marktplatz in Fröndenberg bleiben derzeit unten. Probleme verursacht vor allem die Abstimmung mit dem Rettungsdienst.

Kaum ein corona-freies Thema hat die Fröndenberger in diesem Jahr so bewegt wie die Umgestaltung des Marktplatzes. Mittlerweile sind die Arbeiten dort abgeschlossen, in dem Zuge auch Hochsicherheitspoller installiert worden. Die sollen nicht nur den Durchgangsverkehr vom Marktplatz fernhalten, sondern auch eine Amokfahrt verhindern.

Ausdrücklich zur Terror-Abwehr sind die Hochsicherheitspoller installiert worden, die Markus Törnig vom Tiefbauamt jüngst erklärte. 6,8 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h sollen sie aufhalten können. Derzeit bleiben die Poller jedoch vor allem im Boden.

In der letzten Ratssitzung des Jahres kam die Verwaltung noch einmal auf die Poller zu sprechen. Warum die immer noch unten seien, war die Frage. Immerhin sei die Technik geprüft und die Poller einsatzbereit. Was noch geregelt werden muss, ist allerdings die Frage, wer wie Zugriff auf die Poller bekommt.

Zugang nicht nur für Anwohner

Der Markt, der bis vor kurzem auf den Bruayplatz ausgewichen war, soll künftig wieder auf dem Marktplatz stattfinden. Die Händler brauchen demnach den Zugang zu den Pollern. Im Rat war die Rede von Zugangskarten, die an Aussteller und Anwohner verteilt werden sollen.

Probleme bereitet allerdings der Zugang für den Rettungsdienst, denn auch der muss die Poller bei Bedarf runterlassen können. Da sei man laut Verwaltung allerdings noch in der Abstimmungsphase.

Das Problem: Der Rettungsdienst in Fröndenberg wird vom Kreis Unna geregelt. Die meisten Rettungswagen fahren daher aus Unna an, es kommt jedoch immer wieder vor, dass auch Wagen aus Schwerte oder Menden auf einen Einsatz nach Fröndenberg fahren, wenn in Unna gerade keiner verfügbar ist.

Sollten die Poller über eine Zugangskarte kontrolliert werden können, müsste demnach nicht nur der gesamte Rettungsdienst in Unna, sondern auch der in Schwerte, Menden und jeder Stadt, die immer mal wieder Fröndenberg anfährt, mit den entsprechenden Karten versorgt werden.

Fragen nach dem Wie nicht geklärt

Für Verwirrung sorgt vor allem noch die Frage nach der Bedienung der Poller. Im November noch hieß es, Polizei und Rettungsdienst könnten die Poller über das Wählen einer Telefonnummer bedienen. Im Dezember sprach man von Zugangskarten.

Von der Verwaltung war bis zum Jahresende kein Ansprechpartner zu erreichen. Der Rettungsdienst in Unna wollte zu dem Thema keine Stellungnahme abgeben, verwies nur auf die laufenden Gespräche. Die Lösungssuche wird sich bis ins neue Jahr ziehen.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
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Lisa Dröttboom
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